CeNS Innovation Award 2015

Nano-Nachwuchswissenschaftler geehrt

Am 17. Juli wurde erstmals der CeNS Innovation Award am Center for NanoScience (CeNS) der LMU München verliehen. Ein Doktorand und eine Masterstudentin erhielten den Preis für ihre innovativen Arbeiten in den anwendungsorientierten Nanowissenschaften.

Die Preisträger des CeNS Innovation Award 2015 (von links): Prof. Ulrich Schollwöck (Sprecher des CeNS Komitees), Prof. Khaled Karrai (Wissenschaftlicher Direktor attocube systems AG, Jurymitglied), Aurora Manzi, Dr. Christof Mast, Prof. Tim Liedl (Mitglied des CeNS Komitees, Jurymitglied) und Dr. Susanne Hennig (CeNS Geschäftsführerin).

Die Preisträger wurden von einer hochkarätig besetzten Fachjury ausgewählt, der unter anderem Prof. Dr. Krubasik, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, angehört. Der Preis ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert und wurde von ibidi und drei anderen erfolgreichen CeNS-Ausgründungen gestiftet.

Während die meisten Wissenschaftspreise exzellente Ergebnisse in der Grundlagenforschung auszeichnen, steht beim CeNS Innovation Award ein hohes Innovations- und Anwendungspotenzial im Fokus. Gestiftet wird der Preis von vier erfolgreichen Ausgründungen des CeNS, die durch ihre eigene Firmengeschichte direkt mit der Idee des Preises verbunden sind - die Firmen attocube systems AG, ibidi GmbH, Nanion Technologies GmbH und NanoTemper Technologies GmbH. „Wir freuen uns, gemeinsam mit CeNS begabte und ideenreiche Nachwuchswissenschaftler auszuzeichnen, deren Ergebnisse nicht nur für die Grundlagenforschung von Interesse sind, sondern gleichzeitig vielversprechende technologische Anwendungsmöglichkeiten erwarten lassen“, erklärte Dr. Valentin Kahl, Geschäftsführer der ibidi GmbH.

Der Preis für die beste Masterarbeit in Höhe von 3000 EUR ging an Aurora Manzi aus der Arbeitsgruppe von Prof. Jochen Feldmann. Aurora Manzi beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit in Kooperation mit GE mit der Nutzung von Sonnenlicht als Alternative zu fossilen Brennstoffen, genauer gesagt mit der photokatalytischen Reduktion des Treibhausgases Kohlendioxid zum wertvollen Energieträger Methan. Sie entwickelte dazu eine neue, innovative lichtinduzierte Methode, um nanostrukurierte Halbleiter aus Kupfersulfid-Nanostäbchen herzustellen, die eine Umwandlung von CO2 zu CO und CH4 mittels breitbandigem, sichtbarem Licht ermöglichen. Diese Technik könnte dazu beitragen, effiziente Verfahren zur Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energieträger zu entwickeln. Die 25-jährige Studentin, die ursprünglich aus Italien stammt, setzt ihre wissenschaftliche Karriere nun als Doktorandin in der Gruppe von Prof. Feldmann fort.

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In der Kategorie „Doktorarbeit“ vergab die Jury den mit 6000 EUR dotierten Preis an Dr. Christof Mast aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dieter Braun (LMU). In seiner Doktorarbeit konnte Christof Mast erstmalig die Vervielfältigung und die selbstverstärkende, Sequenz-selektive Verlängerung von DNA in einer thermalen Falle realisieren. Durch das geringe Probenvolumen, hohe Sensitivität als auch Sequenz-Selektivität legt diese Methode die Grundlagen für eine schnelle und kontinuierliche Evolution von Aptameren, also kurzen einzelsträngigen DNA- oder RNA-Molekülen, die ein spezifisches Molekül (z.B. ein Protein) über ihre 3D-Struktur binden und so einzelne Proteine in der Zelle gezielt ausschalten können. Die von Dr. Mast entwickelte thermale Falle könnte somit einen wichtigen Beitrag für die raschere Entwicklung von passgenauen Medikamenten leisten. Der 32-Jährige schloss seine Doktorarbeit Ende 2013 mit Bestnote ab und hat seine Ergebnisse in mehreren renommierten Zeitschriften und in einer Patentschrift veröffentlicht.

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