Unternehmensentwicklung

ECH Elektrochemie Halle übernimmt GR Scientific Ltd.

Die ECH Elektrochemie Halle GmbH, ein in Halle ansässiger Entwickler und Produzent von Analysemesstechnik, setzt auf Wachstum. Dafür hat das Unternehmen kürzlich die Anteile der britischen Firma GR Scientific Ltd. übernommen. Ziel ist es einerseits, das Portfolio an Messgeräten zu verbreitern, andererseits aber auch den Fuß in neue Märkte zu setzen.

Der Schritt kam keineswegs überraschend. Wie ECH-Geschäftsführer Michael Hahn konstatiert, arbeite man schon seit geraumer Zeit mit dem in Bedfordshire, nahe London ansässigen Unternehmen zusammen, das ebenfalls Karl-Fischer-Titratoren zur Wassergehaltsbestimmung herstellt. Diese Messgeräte finden ihren Einsatz klassisch im Bereich der Petrolchemie, etwa in Raffinerien und auf Offshore-Plattformen, wo Rohöle hinsichtlich ihrer Qualität überwacht werden müssen.

Anders als die GR Scientific Ltd. hatte sich die ECH Elektrochemie Halle in der Vergangenheit im Bereich der Titratoren-Anwendungen fast ausschließlich auf komplexe Analysenproblemstellungen spezialisiert, etwa auf die Wassergehaltsbestimmung in Gasen bzw. mittels Ofentechnik in pharmazeutischen Produkten oder Kunststoffen. Mit der Übernahme wird sich das ändern. „Wir werden die gesamte Produktion nach Halle verlagern, um hier bestehendes Knowhow zu nutzen und die Geräte für diesen petrolchemischen Markt weiterentwickeln“, so Hahn. Im Gegenzug strukturiere man die GR Scientific Ltd. zum neuen Vertriebsstützpunkt der ECH Scientific Ltd. um. Strategisch, so Michael Hahn, könne die ECH künftig einen größeren Bereich der Analytik abdecken und ihren Kunden Komplettlösungen für alle Branchen anbieten.

Anzeige

Dabei spielt die Einführung von ASTM-Standards (veröffentlicht von der Organisation American Society for Testing and Materials) eine ganz wesentliche Rolle. Die Einführung dieser Normen sei gewissermaßen der Türöffner für den amerikanischen und britischen Markt. Dass die ECH Elektrochemie zu den weltweit drei einzigen Firmen gehört, die diese Anforderungen für die Wasserspurenbestimmung in Gasen erfüllen können, kommt nicht von ungefähr. Seit mehr als 25 Jahren forscht, entwickelt und produziert die ECH Elektrochemie Analysegeräte für jegliche analytische Problemstellungen und besitzt mittlerweile mehr als 30 Patente und ein umfassendes Wissen in der Analytik. Auf die neuen Anforderungen ist man übrigens bestens in Halle vorbereitet. Erst 2015 hat das Unternehmen rund 2,5 Millionen Euro in ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude investiert.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

BIH belohnt "Open Data"

Wissenschaft nachvollziehbar machen

Das Berlin Institute of Health (BIH) und das BIH QUEST Center stellen 2019 insgesamt 200 000 Euro zur Verfügung, um Wissenschaftler*innen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) rückwirkend...

mehr...
Anzeige

INTEGRA erweitert die Produktfamilie der manuellen EVOLVE-Pipetten

INTEGRA Biosciences erweitert die Produktfamilie der manuellen EVOLVE-Pipetten mit der Einführung einer neuen 16-Kanal-Pipette. Das neue Modell ist ergonomisch gestaltet, um die Produktivität zu steigern und die Handhabung durch den Benutzer zu verbessern, und ist in den Größen 10, 50 und 100 µl erhältlich.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

NEU: LABO Kompass
HPLC Anwenderwissen im August 2019

Kompakte Orientierung in Ihrem Laboralltag. Richten Sie sich richtig aus! Anwenderwissen, Produkt- und Firmenpräsentationen, Anbieterverzeichnis, Trends, Termine uvm.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Tagungsbericht

Forum on Halogenated Pollutants 2019

Führende Wissenschaftler haben Anfang April beim Forum on Halogenated Pollutants 2019 (FoHP 2019) in Burghausen regulatorische und analytische Fragestellungen zu persistenten halogenierten Schadstoffen diskutiert. Eingeladen hatte LCTech.

mehr...