European School of Sustainability Sciences and Research

Forschungseinrichtung für die Nachhaltigkeit

Die ESSSR soll die Nachhaltigkeitsziele europaweit durch transdisziplinäre Forschungsprojekte, Graduiertenausbildung sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen umsetzen. Angesiedelt ist die neue Einrichtung an der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg.

Hochschulen weltweit sind aufgerufen, die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen umzusetzen. In Europa braucht es dafür eine Einrichtung, die das Thema Nachhaltigkeit integrativ, also unter Berücksichtigung von Themen wie Klimaanpassung, Gesundheit, Gender und Chancengleichheit, verfolgt. Eine solche Einrichtung gibt es seit Oktober 2018 in Hamburg: Die European School of Sustainability Sciences and Research, kurz ESSSR, initiiert und koordiniert durch die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), soll die Nachhaltigkeitsziele europaweit durch transdisziplinäre Forschungsprojekte, Graduiertenausbildung sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen umsetzen.

Angesiedelt ist die neue Einrichtung an der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg. Dort übernimmt mit Prof. Dr. Dr. Walter Leal als einer der führenden Experten im Bereich Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement das Amt des Direktors der European School. „Mir geht es darum, Synergien zwischen europäischen Einrichtungen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, zu schaffen“, so Leal. Ziel von der Einrichtung ESSSR sei es, Lehre und Forschung im Bereich Nachhaltigkeit zu bündeln. Dazu gehörten auch Themen wie Klima und Gesundheit.

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Partner der HAW Hamburg, die neben ihrer Funktion als Koordinations- und Geschäftsstelle auch für das Thema Forschung zuständig ist, sind renommierte Universitäten wie die Universität Uppsala in Schweden (Schwerpunkt Weiter-und Fortbildung), die Universität Malta (Schwerpunkt Lehre) und die Metropolitan University Manchester (Schwerpunkt Graduiertenausbildung). Darüber hinaus wird die ESSSR mit über 50 weiteren assoziierten europäischen Hochschulen kooperieren.

Das Besondere der European School: Sie wird als virtuelle Einrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit auf eine neue Infrastruktur oder Gebäude verzichten; die Partnerhochschulen werden die Initiativen der ESSSR überwiegend aus ihren bereits existierenden Ressourcen bedienen. Ein weiteres Novum: Auch Verbände und Unternehmen, die im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen arbeiten, können sich als Kooperationspartner an der ESSSR beteiligen. "Wir wollen, dass Forschung nicht allein durch Hochschulen betrieben wird, auch Umweltverbände und Unternehmen sind einzubinden. Diese setzen die Forschungsergebnisse, wenn die Voraussetzungen stimmen, direkt in die Praxis um", erläutert Leal. Es sei eine Schwäche der heutigen Nachhaltigkeitsforschung, dass oft ein Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis fehle. "Wir wollen dagegen steuern."

Die Auftaktveranstaltung der ESSSR findet an der Universität Florenz, Italien, am 11. und 12. Dezember 2018 im Rahmen des Symposiums "Sustainability in University Campuses" statt. Das von Leal organisierte Symposium rechnet mit zirka 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 Ländern. Bis dahin wird das Gründungsteam an der HAW Hamburg die Vorbereitungen weiter vorantreiben und sowohl die Kernpartnerinnen und -partner als auch einige der assoziierten Hochschulen besuchen über ihre Beteiligung beraten.

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