EU-Förderung für herausragende Nachwuchsphysiker

Drei Postdocs bekommen Forschungsstipendien

Am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist ein beachtlicher Erfolg zu verbuchen: Gleich drei Postdocs kommen mit einem individuellen EU-Forschungsstipendium nach Mainz, um hier an ihren jeweiligen Projekten zu arbeiten.

Sie hatten sich um ein European Fellowship im Marie-Skłodowska-Curie-Programm beworben. Die EU unterstützt die drei herausragenden Nachwuchswissenschaftler für jeweils 24 Monate mit insgesamt knapp 500000 Euro.

Dr. Lykourgos Bougas (Foto/©: privat)

Im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Dmitry Budker forscht künftig Dr. Lykourgos Bougas über die Anwendung von Quantensensoren. Diese optischen Sensoren funktionieren auf der Basis von Farbzentren in Diamanten und eignen sich dazu, geringste Mengen bestimmter Biomoleküle, wie zum Beispiel Proteine, bei Raumtemperatur zu detektieren. Bougas, 1983 in Griechenland geboren, hat an der Universität Kreta Physik studiert und promoviert. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Amsterdam und zuletzt an die Universität von Kalifornien, Berkeley, wo er bereits mit Dmitry Budker zusammengearbeitet hat.

Dr. Giulia Ferrini (Foto/©: privat)

Giulia Ferrini ist Physikerin auf dem Gebiet der theoretischen Quantenoptik und Quanteninformation. Sie geht in der Gruppe von Univ.-Prof. Dr. Peter van Loock unter anderem der Frage nach, ob und wie ein Quantencomputer tatsächlich klassischen Computern überlegen wäre, und untersucht dazu neue theoretische Modelle von „sub-universellen“ Quantencomputern. Ferrini ist 1984 in Genua geboren. Sie hat nach ihrer Promotion an der Universität Joseph Fourier Grenoble I als Postdoc am Laboratoire Kastler Brossel, Paris, und dem Laboratoire Matériaux et Phénomènes Quantiques, Paris, gearbeitet.

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Dr. Kyujoon Lee (Foto/©: privat)

Der Physiker Dr. Kyujoon Lee arbeitet auf dem Gebiet der Physik der kondensierten Materie in der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Mathias Kläui. In seiner Forschungsarbeit untersucht er den Ursprung von Drehmomenten durch Spin-Bahn-Wechselwirkung und die Dzyaloshinsky-Moriya-Kopplung, die besonders stabile chirale Spinstrukturen hervorbringt. Die Arbeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem neuen Sonderforschungsbereich „Spin+X: Spin in seiner kollektiven Umgebung“ der JGU und der TU Kaiserslautern. Lee ist 1982 in Seoul, Südkorea, geboren und erhielt seinen Doktortitel in Physik von der Sogang University in Seoul.

Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der EU unterstützen Forscherinnen und Forscher auf allen Stufen ihrer Laufbahn, unabhängig von ihrem Fachgebiet und ihrer Staatsangehörigkeit. Im Bereich der Einzelförderung werden individuelle Fellowships an erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die ihre Karriere mit einem Aufenthalt an einer ausländischen Gastinstitution fortsetzen möchten. Die großzügige EU-Förderung bietet den Fellows eine optimale Grundlage für die erfolgreiche Durchführung ihrer Forschungsprojekte.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Dmitry Budker
Quanten-, Atom- und Neutronenphysik (QUANTUM)
Institut für Physik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
E-Mail: [email protected]
https://budker.uni-mainz.de/

Univ.-Prof. Dr. Peter van Loock
Quanten-, Atom- und Neutronenphysik (QUANTUM)
Institut für Physik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
E-Mail: [email protected]
http://www.blogs.uni-mainz.de/fb08-oqit/

Univ.-Prof. Dr. Mathias Kläui
Physik der Kondensierten Materie
Institut für Physik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
E-Mail: [email protected]
http://www.klaeui-lab.physik.uni-mainz.de/308.php

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