Grundsteinlegung in Penzberg

Melanie Steinbeck,

Roche stärkt Diagnostikstandort Deutschland mit Hightech-Produktionszentrum

Am 28. November fand im Roche Biotechnologie-Zentrum in Penzberg die Grundsteinlegung für ein Hightech-Produktionszentrum für diagnostische Einsatzstoffe statt. An der Zeremonie nahmen Bundeskanzler Olaf Scholz und Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder teil. Mit einer Investition von über 600 Millionen Euro realisiert Roche das bislang größte Einzelprojekt in Deutschland. Das neue Zentrum soll die Versorgungssicherheit für In-vitro-Diagnostika weltweit erhöhen und die Wertschöpfungsketten in Europa stärken.

Darstellung des neuen Roche Diagnostik-Produktionszentrums in Penzberg: Mit über 600 Millionen Euro, der größten Einzelinvestition von Roche in Deutschland, entsteht hier ein wegweisendes Bauwerk für die Produktion von diagnostischen Einsatzstoffen. © Roche

„Heute legen wir den Grundstein für das modernste Diagnostik-Produktionszentrum Europas, um zukünftig noch mehr Patientinnen und Patienten mit innovativen diagnostischen Lösungen zu versorgen", freut sich Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe. „Mit einer Investition von mehr als 600 Millionen Euro werden wir ab 2028 rund 450 verschiedene Einsatzstoffe für diagnostische Tests herstellen, die eine schnelle und zuverlässige Diagnose in den Bereichen Infektiologie, Neurologie, Kardiologie, Onkologie und Diabetes ermöglichen. Unser neues Produktionszentrum in Penzberg wird ein Symbol für Hochtechnologie und Nachhaltigkeit“

Bundeskanzler und Ministerpräsident loben Investition

Bundeskanzler Olaf Scholz unterstrich die Bedeutung der Investition für den Wirtschafts- und Pharmastandort Deutschland: „Die Modernisierung und Attraktivität des Pharma- und Industriestandorts Deutschland werden durch Projekte wie dieses gefördert. Pharma, Biotech und Diagnostik spielen eine Schlüsselrolle in der Gesundheitsversorgung.“

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Grundsteinlegung: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Hagen Pfundner (Vorsitzender der Geschäftsführung der Roche Deutschland Holding GmbH), Daniela Kahlert (Geschäftsführerin der Roche Diagnostics Deutschland GmbH), Olaf Scholz (Bundeskanzler), Dr. Thomas Schinecker (CEO der Roche-Gruppe), Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident), Dr. Claudia Fleischer (Geschäftsführerin der Roche Diagnostics GmbH) © Roche

„Mit dieser Investition erreicht Penzberg die Liga der weltweit modernsten Zentren für Diagnostika", ergänzt Markus Söder. „Das ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Bayern und ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Unabhängigkeit.“

Hightech und Nachhaltigkeit vereint

Das neue Produktionsgebäude, das bis 2027 fertiggestellt werden soll, wird durch Digitalisierung und Automatisierung höchsten technologischen Standards entsprechen. Flexible Fertigungsanlagen ermöglichen die Produktion neuer und bestehender Einsatzstoffe ohne Umbauten.

Die Nachhaltigkeit ist ein zentraler Aspekt des Projekts: Auf dem Dach und an der Fassade werden über 1.000 Photovoltaik-Paneele installiert, während ein Biomasse-Heizwerk ab 2025 rund 7.800 Tonnen CO₂ jährlich einsparen soll. Darüber hinaus wird CO₂-reduzierter Zement beim Bau verwendet, um weitere Emissionen zu senken.

Bedeutung für Penzberg und die Region

Der Standort Penzberg, der bereits 80 Prozent der diagnostischen Einsatzstoffe von Roche liefert, sei mittlerweile ein globales Zentrum für Biotechnologie. Mit über 7.700 Mitarbeitenden, darunter 309 Auszubildende und Studierende, spielt er eine zentrale Rolle für die Gesundheitswirtschaft.

Mit seiner Nähe zu München und den dort ansässigen Forschungsinstituten und Universitäten hat der Penzberger Roche-Campus einen idealen Zugang zu wissenschaftlichem Nachwuchs und Fachkräften. Zudem ist das Unternehmen aktiver Teil der Life-Science-Region Greater Munich. So profitiert der Standort auch von einer engen Vernetzung zwischen akademischer Forschung und Biotech-Industrie. Roche arbeitet zudem eng mit der Bayerischen Landesregierung, dem Landkreis Weilheim-Schongau sowie der Stadt Penzberg zusammen, um auch künftig an idealen Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft am Standort zu arbeiten.

Mit dem Neubau setzt Roche ein Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit der Diagnostikbranche in Deutschland. Bis 2028 soll das Produktionszentrum den Betrieb aufnehmen und durch modernste Fertigungstechnologien eine wichtige Rolle in der globalen Gesundheitsversorgung spielen.

Quelle: Roche

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