Innovationswettbewerb
Huber Kältemaschinenbau gehört zu Top 100
Zum nunmehr 23. Mal wurden die Top 100 ausgezeichnet – die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Die Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH aus Offenburg gehört in diesem Jahr bereits zum fünften Mal zu dieser Innovationselite.
Selbst im Himalaja-Gebirge auf fast 5000 m Höhe stößt man auf die Technologie der Peter Huber Kältemaschinenbau: Das Unternehmen hat ein indisches Himmelsobservatorium mit einem Huber-Umwälzkühler ausgestattet. Dieser liefert konstante Betriebstemperaturen für die Messgeräte des Sternenteleskops. Typische Anwendungen für die Heiz- und Kühlsysteme des 1968 gegründeten Familienunternehmens sind allerdings Temperiervorgänge in der Chemie und der Pharmazie, industrielle Materialprüfungen und Stresstests und die Prüfung von Lebensmitteln, Baustoffen und Kosmetikprodukten. „Einsatzgebiete für unsere Systeme gibt es in allen Industriebranchen. Das führt dazu, dass Innovation bei uns ein selbstverständliches Tagesthema ist“, erklärt der kaufmännische Geschäftsführer Daniel Huber.
Eine der jüngsten Innovationen der Badener, die bereits zum fünften Mal beim Innovationswettbewerb Top 100 ausgezeichnet werden, ist eine innovative Plug & Play-Technologie. Mit ihr gestaltet sich der Einsatz von Serienprodukten servicefreundlicher. „Wir haben festgestellt, dass Probleme an Geräten meistens der Elektronik geschuldet sind. Deshalb verfügen unsere Seriengeräte über eine Austauschelektronik, die Kunden weltweit in die Lage versetzt, den Elektronikbaustein schnell und einfach selbst auszuwechseln. Damit sind 80 bis 90 % aller Servicefälle im Handumdrehen erledigt“, erklärt der technische Geschäftsführer Joachim Huber.
Über 4000 Unternehmen interessierten sich in diesem Jahr für eine Teilnahme an Top 100. 366 von ihnen bewarben sich für die Qualifikationsrunde. Bewertet wurden die Unternehmen wieder von Prof. Dr. Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie fragten über 100 Parameter in fünf Bewertungskategorien ab: „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsmarketing/Außenorientierung“ und „Innovationserfolg“. Top-100-Mentor Ranga Yogeshwar ehrte das Offenburger Unternehmen im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits am 24. Juni in Essen.
Die Top 100 zählen in ihren Branchen zu den Schrittmachern. Das belegen die Zahlen der Auswertung: Unter den Unternehmen sind 97 nationale Marktführer und 32 Weltmarktführer. Im Durchschnitt erzielten sie zuletzt 40 % ihres Umsatzes mit Marktneuheiten und Produktverbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten. Ihr Umsatzwachstum lag dabei um 28 Prozentpunkte über dem jeweiligen Branchendurchschnitt. Zusammen meldeten die Mittelständler in den vergangenen drei Jahren 2292 nationale und internationale Patente an. Diese Innovationskraft zahlt sich auch in Arbeitsplätzen aus: Die Top 100 planen, in den kommenden drei Jahren rund 9500 neue Mitarbeiter einzustellen.









