Lödige auf der IFAT 2014

Neuartige Öl-Rückgewinnung aus Kunststoffabfällen

Neue Pyrolyse-Verfahren zur Rückgewinnung von Öl aus Kunststoffabfällen bestimmen den diesjährigen IFAT-Auftritt von Gebr. Lödige Maschinenbau GmbH (Stand-Nr. A4.519). Als Hersteller spezialisierter Reaktor-Lösungen hat das Unternehmen die Entwicklung dieser neuen Technologie entscheidend vorangetrieben. Aktuell befinden sich zwei Pilotprojekte in der großtechnischen Umsetzung.

Ein europaweit aktives Spezialunternehmen setzt das Verfahren seit Beginn dieses Jahres zur Aufbereitung von Fluff-Kunststoff aus dem Kraftfahrzeug-Recycling ein. Bisher musste dieser als Abfall deponiert werden. Stattdessen wird das Material nun in einem zweistufigen, diskontinuierlichen Prozess unter Normaldruck so aufbereitet, dass wiederverwendbares Öl entsteht: In der ersten Reaktorstufe wird das Schüttgewicht des Fluffs thermisch um den Faktor 5 ... 10 kompaktiert. In der nachgeschalteten zweiten Reaktorstufe erfolgt eine katalytische Pyrolyse zur Rückgewinnung von Öl. Die Beheizung dieses Reaktors wird über eine Salzschmelze bei Vorlauftemperaturen von 500 °C realisiert.

In einer zweiten Anlage wird das Öl bei hoher Ausbeute aus recycletem Kunststoff rückgewonnen. Die katalytische Pyrolyse verläuft hier in einem quasi-kontinuierlichen Prozess, wiederum unter Normaldruck. Der Auftraggeber setzt dafür einen Lödige-Reaktor ein. Die elektrische Beheizung von knapp 2 MW erhitzt die Maschine auf Wandtemperaturen bis 700 °C. Die Produkttemperatur beträgt bei dieser Anwendung etwa 500 °C.

Anzeige

Wie alle Maschinen und Systeme des Unternehmens wurden auch die neuen Pyrolyse-Reaktoren kundenindividuell konzipiert und in Paderborn/Deutschland gefertigt. Prozesstechnik von Lödige kommt weltweit zur Verarbeitung von Feststoffen, Granulaten, Pulvern, Stäuben, Pasten und Schlämmen zum Einsatz.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige