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Mit PLATINblue-System die Bitterstoffe im Bier untersuchen

50 Jahre KNAUER: Zehlendorfer Unternehmen übergibt Analysegerät an Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) e.V.

Alexandra Knauer (rechts) übergibt das PLATINblue-System an Dr. Diedrich Harms, Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe und dem VLB-Geschäftsführer Dr.-Ing. Josef Fontaine (von links).

Zu wenig oder zu viel? Wie viele Bittereinheiten darf beziehungsweise muss ein Bier enthalten, damit es seine sorten- oder markenspezifischen Qualitätseigenschaften erfüllt? Um das herauszufinden, ist eine kontinuierliche Qualitätskontrolle durch eine Standardanalytik nötig. Im Zentral-Laboratorium der VLB Berlin gehören solche Untersuchungen zum täglichen Brot. Speziell für die Bitterstoffanalytik soll künftig ein PLATINblue-System von KNAUER zum Einsatz kommen. Das Analysegerät wurde im Januar 2012 offiziell an Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe und Dr. Diedrich Harms von der VLB Berlin übergeben; zunächst als Leihgabe für ein Jahr. "Mit dieser Kooperation möchten wir die Forschung und Lehre in Berlin unterstützen, insbesondere die Studenten, denn es gehört zu unseren Leitgedanken, dass wir uns für Bildung einsetzen", sagt die Geschäftsführerin Alexandra Knauer. Gemeinsam mit Dr. Alexander Bünz leitet sie das Unternehmen KNAUER, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Der Gerätehersteller aus Berlin-Zehlendorf erhofft sich ferner einen regen Erfahrungsaustausch darüber, wie die Studenten und Mitarbeiter der VLB Berlin die Bedienung, Abläufe und Messergebnisse der PLATINblue-Anlage einschätzen. Das KNAUER-System ist seit 2008 auf dem Markt. Es wird vor allem in der Ultra-Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie (UHPLC) angewandt und ermöglicht eine schnellere Analyse im Vergleich zur Standard-HPLC. Aufgrund seiner Flexibilität kann das PLATINblue-System sowohl in der Routineanalytik mit hohem Probendurchsatz als auch für individuelle Untersuchungen in der Forschung und Methodenentwicklung eingesetzt werden.

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"Bei HPLC-Untersuchungen ist der Zeitaspekt entscheidend", sagt Dr. Diedrich Harms, Leiter des Zentral-Laboratoriums der VLB Berlin. "Speziell in der Bitterstoffanalytik arbeiten wir im Moment daran, die Probenvorbereitung in Kombination mit der Trennung zu vereinfachen." Für diese Untersuchungen soll das PLATINblue-System eingesetzt werden. Und was ist der erste Eindruck der Wissenschaftler? "Ich finde das Gerät wirklich schick und mir gefällt vor allem die benutzerfreundliche Software", schildert Prof. Dr. Leif-Alexander Garbe, Leiter des Forschungsinstitutes für Spezialanalytik der VLB Berlin. Das sei entscheidend, denn bei den ständig wechselnden Studenten und Doktoranden, die das System benutzen, brauche man unbedingt eine sich selbst erklärende Software. Die VLB Berlin (www.vlb-berlin.org) ist ein unabhängiges Institut, das 1883 von der deutschen Brau- und Malzindustrie gegründet wurde. Sie arbeitet eng mit der Technischen Universität (TU) Berlin, speziell dem Lehrstuhl Bioanalytik, zusammen.

In der Vergangenheit gab es schon einmal eine erfolgreiche Kooperation zwischen der VLB und dem Zehlendorfer Traditionsunternehmen. "Mit dem Namen KNAUER verbinde ich vor allem Flexibilität und Robustheit", erklärt Dr. Harms. Denn insbesondere die KNAUER-Pumpen, das Herzstück einer HPLC-Anlage, seien extrem lange haltbar. Hinzu komme die räumliche Nachbarschaft innerhalb von Berlin. "Denn auch der Service vor Ort ist ein wichtiges Thema", so Harms weiter. KNAUER gehört zu den technologisch führenden Unternehmen im Bereich der Chromatographiesysteme und behauptet sich seit 50 Jahren auf dem Weltmarkt. Das Familienunternehmen beschäftigt derzeit rund 110 Mitarbeiter und verkauft seine Produkte in mehr als 60 Ländern der Welt. Nähere Informationen gibt es im Internet unter http://www.knauer.net.

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