Nanotechnologie-Forschung für die Life Sciences

TU Dresden baut neue Verbindungen zu Indien auf

Zwischen der Technischen Universität Dresden (TUD) und dem Indian Institute of Sciences (IISc) ist eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen worden. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Forschungs- und Bildungsinitiativen im Bereich Nanowissenschaften und Nanotechnologie im Hinblick auf die Life Sciences. 

Offizieller Start der Kooperation mit Dr. Manjula Mundakana, Science Officer of the German General Consulate , Bengaluru, im Gespräch mit Prof. Rudrup Pratap , CENSE and Vice Director of IISc. © Hans-Georg Braun

Dr. Manjula Mundakana, wissenschaftliche Mitarbeiterin des deutschen Generalkonsulats in Bangalore, verkündete am Centre for Nanoscience and Engineering (CeNSE) des Indian Institute of Science (IISc) den offiziellen Start der Verbindung zwischen den beiden Forschungseinrichtungen. Die Initiative, die von Hans-Georg Braun (Associate Professor, TUD) und Ambarish Ghosh (Associate Professor, IISc) geleitet wird, ermöglicht die Organisation gemeinsamer Workshops sowie den Austausch von Doktoranden und Dozenten zwischen den beiden Institutionen.

„Das Verständnis der physikalischen Prinzipien von Bewegung, Selbstorganisation, Kommunikation und Materialdesign auf Nano- und Mikroskala und deren Umsetzung in neue Konzepte in den Material- und Ingenieurwissenschaften sind einige der visionären Themen dieser Kooperation“, sagt Prof. Stefan Diez, Professor für BioNano-Werkzeuge am B CUBE - Center for Molecular Bioengineering und Geschäftsführender Direktor des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) der TUD. „Aber auch die Entwicklung und Anwendung neuer Instrumente, die auf mikro- und nanotechnologischen Methoden für die Diagnostik basieren, sowie therapeutische Anwendungen in den Gesundheitswissenschaften wurden als Ziele der Kooperation definiert.“ 

Folglich sind Institute mit biologisch-biotechnischem Hintergrund und aus den Nanowissenschaften beider Institutionen beteiligt, darunter auf indischer Seite das „Center for BioSystems Science and Engineering“ (BSSE), „Soft Matter Physics“ und die entsprechenden „Gegenstücke“ der TUD, wie das B CUBE – Center for Molecular Bioengineering, das Biotechnologische Zentrum und der Lehrstuhl für Nanowissenschaften, sowie das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V und andere.

Die Kooperation wird mit einem Core-Grant des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des DAAD unterstützt und ermöglicht es beiden Institutionen, in interdisziplinären Bereichen der Nanotechnologie und Biophysik zusammenzuarbeiten. Das Verständnis der physikalischen Prinzipien von Bewegung, Selbstorganisation, Kommunikation und Materialdesign auf Nano- und Mikroskala und deren Umsetzung in neue Konzepte in den Material- und Ingenieurwissenschaften sind einige der visionären Themen. 

Neben der wissenschaftlichen Zusammenarbeit unterstützt das Projekt auch Initiativen zur Verbreitung vertiefter Kenntnisse über die indische Kultur und ihre Vielfalt an der deutschen Partneruniversität, um unterschiedliche Konzepte der Problembehandlung im kulturellen Kontext besser zu verstehen. Hier hat der wissenschaftlich am Center for Regenerative Therapies Dresden arbeitende Präsident der „Indian Association Dresden“, Dr. Avinash Chekuru, mit seiner Organisation bereits jetzt tatkräftige Unterstützung zugesagt.

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