Neues Partikelanalysesystem

Vollautomatische Messung von mehreren hundert Proben am Tag

Für die Partikelanalyse von Flüssigkeiten werden in vielen Laboren automatische Partikelzähler verwendet. Für gewöhnlich reichen Standardsysteme für diese Labormessungen aus. Bei einer sehr hohen Probenanzahl pro Tag ist die Messung mit einem Standardinstrument jedoch nicht möglich. Die Labore sind in diesem Fall gezwungen, mehrere Partikelzählsysteme anzuschaffen und diese parallel zu verwenden. Neben dem enormen Platzbedarf, der für die Messinstrumente benötigt wird, ist diese Lösung auch sehr kostspielig.

Mit dem vollautomatischen Partikelanalysesystem PAMAS AS3 können mehrere hundert Flaschenproben am Tag unbeaufsichtigt analysiert werden. (Bild: PAMAS)

Speziell für Labore mit einem hohen Probenaufkommen hat PAMAS einen neuen Autosampler entwickelt: Mit dem AS3 kann der Messvorgang automatisiert werden, so dass pro Tag mehrere hundert Probenflaschen gemessen werden können. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen zeichnet sich das AS3 durch verbesserte Produktmerkmale aus und verfügt beispielsweise über ein integriertes Verdünnungssystem für die automatische Probenaufbereitung, über ein Lesegerät für die automatische Identifikation der Probenflasche sowie eine Vorrichtung für die automatische Spülung und Reinigung.

Dieses vollautomatische Partikelanalysesystem eignet sich für die Reinheitskontrolle einer großen Anzahl flüssiger Proben. Bei der Produktentwicklung berücksichtigte die Entwicklungsabteilung praktische Hinweise von Anwendern früherer Autosampler-Modelle sowie Wünsche von Interessenten. Auf der Grundlage dieser Verbesserungsvorschläge bietet der neue Autosampler nun zahlreiche neue Funktionen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Probenaufbereitung, Probennahme, Spülung und Verdünnung.

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Als wichtigste Produktkriterien für ein automatisches Partikelzählsystem stuften die Anwender die Systemzuverlässigkeit sowie eine störungsfreie Funktionsweise ein. Grundvoraussetzung für die Systemzuverlässigkeit ist eine globale, rundum gesicherte Verfügbarkeit der Systemkomponenten. Alle Komponenten des Autosamplers sind weltweit verfügbar. Eine kurze Lieferzeit zu jedem Standort weltweit ist für das System unabdingbar. Um die Verfügbarkeit gewährleisten zu können, wurden bei der Systementwicklung weltweit lieferbare Verschleißteile bevorzugt. Alle Servicetechniker, die für die Wartung des Autosamplers verantwortlich sind, erhalten eine Schulung; auf diese Weise ist eine weltweit gleich gute Servicequalität garantiert.

Probenaufbereitung

Der Autosampler ist mit einer Vorrichtung zur Probenaufbereitung ausgestattet. Mit dieser Vorrichtung können zu Agglomeraten geballte Partikel vor der Probenmessung voneinander gelöst werden. Die Ultraschallvorrichtung ist auf dem Roboterarm befestigt und bereitet die nächste Probe auf, während die vorhergehende Probe gemessen wird. Um die Gefahr einer nachträglichen Kontaminierung von außen auszuschließen, wird die Probenaufbereitungsanlage zwischen den Probengängen gereinigt.

Probennahme

Die Probenflaschen stehen auf Tabletts, weil diese Art der Probennahme in Laboren mit großem Probenaufkommen weit verbreitet ist. Der XYZ-Roboter des Autosamplers kann jede Flaschenposition auf den Tabletts anfahren. Die Tabletts können optional über RFID-Codes (Radio Frequency Identification) oder über Barcodes automatisch identifiziert werden. Der Autosampler kann an ein bestehendes LIM-System (Laboratory Information Management System) im Labor angeschlossen werden. Wenn das bestehende LIM-System in der Lage ist, Probenidentifikationsnummern an den Autosampler zu schicken, die auf der Tablettnummer sowie auf der XY-Position auf dem Tablett beruhen, so ist kein weiterer Vorgang zur Zuordnung und Identifikation der jeweiligen Probe erforderlich. Für die Probenidentifizierung anhand von RFID- oder Barcode-Etiketten ist optional ein Lesegerät erhältlich. Dank der Funktion zur Probenidentifizierung ist es möglich, Proben individuell und unabhängig voneinander zu behandeln.

Eine enge Vernetzung mit dem LIM-System kann zudem genutzt werden, um Informationen über die Proben vom LIM-System zu verarbeiten. So ist es beispielsweise möglich, Vorgaben für eine besondere Art der Probenaufbereitung an den Autosampler zu übertragen. Wenn das LIM-System beispielsweise die Vorgabe "notwendiger Verdünnungsfaktor 9:1" oder "Mittelwert der letzten fünf Messungen" bereithält, so kann die Software des neuen PAMAS AS3 diese Informationen dementsprechend verarbeiten.

Der Autosampler kann an bestehende Tablettsysteme angepasst werden. Für einen unbeaufsichtigten Dauerbetrieb können auch größere Systeme mit mehreren hundert Proben gebaut werden (für drei Schichten innerhalb von 24 h). Das System wird mit Servomotoren betrieben.

Im Gestell des Systems ist ein Sammelbehälter eingebaut, der verschüttete Probenmengen aufnimmt. Eine zusätzliche Abführvorrichtung leitet ausgelaufene Probenflüssigkeit an ein zentrales Auffangsystem weiter.

Spülung und Probenverdünnung

Der Autosampler verfügt über eine intelligente Spülvorrichtung, die den Probendurchlauf optimiert.

Stark verschmutzte und hochviskose Probenflüssigkeiten sowie Flüssigkeiten, die ungelöste Additive oder ungelöstes Wasser enthalten, können ohne vorherige Verdünnung nicht gemessen werden. Eine Verdünnung mit einem niedrigviskosen Verdünnungsmittel hilft in solchen Fällen, verlässliche Messergebnisse zu erhalten. Der Autosampler bietet ein integriertes Verdünnungssystem, das der Probe kontinuierlich eine zuvor definierte Menge eines niedrigviskosen Verdünnungsmittels zumischt. Durch den inneren Aufbau werden die Probenflüssigkeit und das Verdünnungsmittel vor der Messung gründlich vermischt.

Weitere Informationen zum PAMAS AS3 und zur Produktpalette des Unternehmens sind im Internet abrufbar unter www.pamas.de.

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