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Restgasverwertung von Air Liquide nimmt Glovebox in Betrieb

Ethylenoxid, Propylenoxid und 1,3-Butadien kommen für vielfältige Anwendungen beispielsweise in der Automobil-, Elektro- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Sie sind allerdings brennbar, giftig, krebserregend und neigen zur Polymerisation. Daher sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, um bei der Verwertung von Restinhalten in Gasflaschen Gefahren für Mensch und Umwelt vorzubeugen. Air Liquide bietet in Krefeld einen europaweit einzigartigen Komplettservice für Sicherung, Transport und Verwertung/Entsorgung von nicht mehr transportfähigen Gasflaschen bzw. solchen mit gefährlichem Restinhalt an. Mit der Inbetriebnahme der Glovebox erweitert die Restgasverwertung (RVA) in Krefeld ihr Verwertungsspektrum, so dass Ethylenoxid, Propylenoxid und 1,3-Butadien jetzt auch im polymerisierten Zustand sicher entsorgt werden können. In der Regel erfolgt die Verwertung von Restinhalten aus Gasflaschen in geschlossenen Systemen, so dass kein Gas in die Umgebung gelangt. Bestimmte Stoffe müssen jedoch offen bearbeitet werden, schaden aber Mensch und Umwelt. Dies trifft beispielsweise auf Ethylenoxid, Propylenoxid und 1,3-Butadien zu. Durch erhöhte Temperaturen bzw. Katalysatoren wie z. B. Rost zeigen diese Stoffe eine hohe Tendenz zur Polymerisation. Dadurch bilden sich zähfließende bis feste Polymere, die Edelstahlleitungen von Anlagen schnell zusetzen, so dass eine Bearbeitung in einem geschlossenen System unmöglich wird. Eine offene Bearbeitung ohne Schutz ist jedoch aufgrund gasförmiger Reste in der polymerisierten Masse nicht durchführbar. Durch die Glovebox (Handschuhgehäuse) ist das gesamte Equipment zur Behandlung inklusive der Gasflaschen sicher von der Umgebung abgeschottet. Die Arbeiten in der Box werden über spezielle Handschuhe durchgeführt. Im Gehäuse herrscht zusätzlich eine Stickstoffatmosphäre, so dass neben der toxischen auch die Brand- bzw. Explosionsgefahr gebannt ist. Um Equipment und Gasflaschen hinein- oder hinauszubringen verfügt die Glovebox über eine stickstoffgespülte Schleuse. Für größere Geräte lässt sich vor der Behandlung auch die gesamte Frontscheibe öffnen. Das "Abgas" aus Box und Schleuse wird in einer externen Verbrennung unschädlich gemacht.

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