Chemieindustrie

Melanie Steinbeck,

Noch keine Trendwende, aber aufkeimende Hoffnung

Zum Jahresbeginn bleibt es für die Chemie-Branche weiterhin herausfordernd. Die Branchenunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage nach wie vor negativ. Dies steht im Einklang mit den jüngsten Konjunkturindikatoren. Die Auftragseingänge waren rückläufig und lagen zuletzt um 6,7 Prozent unter dem Vorjahr. Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage blieb schwach. Auch die Produktion setzte ihren Rückwärtsgang ungebrochen fort. Gleichzeitig standen die Erzeugerpreise unter Druck, und die Umsätze verfehlten ihr Vorjahresniveau zuletzt um ganze 7 Prozent.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup © VCI

Chemieindustrie: Hoffnung auf konjunkturelle Belebung

Doch inmitten dieser düsteren Zahlen wächst die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung. Die Geschäftserwartungen haben sich zuletzt leicht aufgehellt, und erste Anzeichen deuten auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Talfahrt hin. Einige Kundenbranchen sowie der Bau verzeichnen wieder mehr Aufträge. Es deutet sich damit eine leichte wirtschaftliche Belebung an, die im Inland den Auftragsmangel in der Chemie abmildern könnte.

Ein weiteres Signal der Hoffnung: Die Kapazitätsauslastung der Chemie steigt leicht, die Produktionspläne für die kommenden Monate zeigen wieder nach oben. Auch im Exportgeschäft kehrt vorsichtige Zuversicht zurück. Erstmals seit fast einem Jahr liegen die Exporterwartungen wieder im positiven Bereich.

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), kommentiert den Jahresbeginn wie folgt:

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„Trotz Anlaufschwierigkeiten ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Jetzt darf es in den Bemühungen aber keinen Stillstand geben. Die To-do-Liste für einen echten Wirtschaftsaufschwung ist lang. Die politische Entschlossenheit, die wir bei den Energiepreisen sehen, fordern wir auch bei Bürokratie und Steuern. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie muss endlich wiederhergestellt werden. Nicht durch weniger Feiertage oder Sondervermögen. Wir brauchen Wachstum aus eigener Kraft dank mutiger Reformen. Halbherzige Schritte helfen bei diesem Unterfangen nicht weiter.“

Quelle: Verband der Chemischen Industrie VCI

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