Auszeichnung

Barbara Schick,

Eppendorf Award for Young European Investigators 2025

In diesem Jahr hat das Unternehmen Eppendorf zum 30. Mal seinen Forschungspreis für junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vergeben. Die unabhängige Jury unter Vorsitz von Prof. Laura Machesky, Cambridge, UK, wählte Dr. Varun Venkataramani, Universitätsklinikum Heidelberg, Deutschland, zum Gewinner des Eppendorf Award for Young European Investigators 2025.

Bei der Preisverleihung (v. l.n.r.): Christine Munz, Sir Stephen Jackson, Fena Ochs, Juliette Fedry, Dr. Varun Venkataramani, Laura Machesky, Axel Jahns. © Eppendorf

Varun Venkataramani, Jahrgang 1989, erhält die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Forschung über die Entdeckung und Charakterisierung von synaptischen Neuron-Tumor-Netzwerken, die das Fortschreiten von Hirntumoren steuern. Seine Forschung wurde von der Jury als bahnbrechend anerkannt. Die Jury würdigte die Bedeutung des aufstrebenden Bereichs der Cancer Neuroscience und die Rolle von Dr. Venkataramani beim Entschlüsseln der Interaktion zwischen Neuronen und Tumoren sowie das translationale Potenzial der Arbeit.

Mit der Auszeichnung werden die wichtigen Beiträge zum Verständnis des komplexen Zusammenspiels zwischen Neuronen und Krebszellen in Hirntumoren gewürdigt, die aufzeigen, wie Krebszellen Synapsen mit Neuronen bilden und neuronale Mechanismen für Tumorwachstum und Invasion ausnutzen. Diese Erkenntnisse etablieren die Krebs-Neurowissenschaften als neues Gebiet an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften und Onkologie, das möglicherweise zu neurowissenschaftlich orientierten Behandlungsstrategien für Patienten und Patientinnen mit Hirntumoren führen wird, für die es derzeit nur begrenzte therapeutische Möglichkeiten gibt.

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Neben dem Gewinner des Eppendorf Award 2025 wurden zwei Finalisten ausgezeichnet: Fena Ochs, Gruppenleiterin am Biotech Research & Innovation Centre der Universität Kopenhagen, Dänemark, erhält die Auszeichnung für die Entschlüsselung der Mechanismen, die unser Genom stabil halten. Die Jury war beeindruckt von Dr. Ochs‘ innovativen und mechanistischen Studien, die zur Klärung der Frage beitrugen, wie menschliches Kohäsin als Monomer Schwesterchromatiden zusammenhält, sowie von ihren Einzelmolekülstudien an 3D-Chromatin. Die Jury würdigte die Bedeutung ihrer Studien für die altersbedingte Unfruchtbarkeit und für unser Verständnis der Chromatinorganisation.

Juliette Fedry, Gruppenleiterin am MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, UK, wurde für ihre Forschung über Zelluläre Proteostase-Netzwerke in Physiologie und Krankheiten ausgezeichnet. Die Jury war beeindruckt von ihrer Arbeit mit dem "FIB CryoET"-Verfahren, mit dem sie die Translation von Proteinen in gesundem und krankem Gewebe in äußerst hoher Auflösung und in einem physiologisch relevanten Umfeld aufdeckt.

Zum Preis

Mit dem 1995 initiierten Eppendorf Award for Young European Investigators würdigt Eppendorf herausragende Forschungsarbeiten auf dem biomedizinischen Sektor und fördert damit junge Wissenschaftler in Europa bis zum Alter von 35 Jahren. Der Eppendorf Award wird in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsmagazin Nature verliehen.

Quelle: Eppendorf

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