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Artikel und Hintergründe zum Thema

Für den perfekten Dünnschliff

Melanie Steinbeck,

Probenhalter für die Anfertigung von Gesteinsdünnschliffen

Die mikroskopische Untersuchung von Mineralen und Gesteinen erfordert höchste Präzision – besonders bei der Vorbereitung der Proben. Am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), einem Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), werden dazu Gesteinsproben sorgfältig geschliffen und poliert. Ziel ist es, ihre mineralogischen Eigenschaften genau zu identifizieren und zu charakterisieren – ein essenzieller Schritt bei der Analyse mineralischer Rohstoffe.

Um die optimale Politur herzustellen, wurde am HIF ein Probenhalter entwickelt, der nun erstmals auf der europäischen Leitmesse für Geowissenschaften EGU in Wien präsentiert wird. HIF und Struers unterstreichen damit ihre seit fünf Jahren bestehende Kooperation. (v.l.n.r.: Dr. Jonathan Engelhardt - Innovationsmanager am HZDR, Andreas Bartzsch - Struers, Roland Würkert - Leiter Präparationslabor am HIF). © HZDR/HIF

Ein zentrales Hilfsmittel für diesen Prozess sind Poliermaschinen der Struers GmbH. In enger Kooperation mit dem Hersteller, die bereits seit fünf Jahren besteht, hat das HIF nun einen speziell angepassten Probenhalter entwickelt. Dieser wurde erstmals auf der europäischen Leitmesse für Geowissenschaften (EGU) in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.

Vierstufige Präparation für komplexe Rohstoffe

Das HIF beschäftigt sich mit der quantitativen Charakterisierung komplexer mineralischer und metallischer Rohstoffe aus primären wie auch sekundären Quellen. Um diese Charakterisierung zu ermöglichen, ist eine vierstufige, besonders sorgfältige Probenpräparation erforderlich. Dafür werden Gesteinsproben mit Geräten wie der Poliermaschine Tegramin-30 von Struers auf Hochglanz gebracht – bei sogenannten Dünnschliffen sogar bis zur nahezu vollständigen Durchsichtigkeit.

„Für die Anfertigung der Dünnschliffproben verwenden wir die Poliermaschine Tegramin-30. Bei der Nutzung hat sich herausgestellt, dass keiner der existierenden Probenhalter für Gesteinsschliffe gut geeignet ist. Die nur 30 Mikrometer dicken Proben benötigen einen speziellen Halter. Deshalb haben wir einen an unsere Anforderungen angepassten Probenhalter entwickelt, der optimal für die Präparation geeignet ist“, erklärt Roland Würkert, Leiter des Präparationslabors am HIF.

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Maßgeschneiderte Lösung für geologische Proben

Die Entwicklung des neuen Probenhalters ist ein direktes Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem HIF und Struers. Während das HIF Zugang zu den neuesten Geräten erhält, fließen Praxiserfahrungen und Optimierungsvorschläge direkt in die Weiterentwicklung der Struers-Anlagen ein.

Eigenentwicklung des HIF: Probenhalter für die Anfertigung von Gesteinsdünnschliffen (TSH - Thin Section Holder). © Anne-Kristin Jentzsch

„Mit dem gemeinsamen Auftritt bei der EGU wollen wir ein neues Kundenfeld erreichen, da die eigentlich für metallische Proben ausgerichtete Poliermaschine nun auch für geologische Proben anwendbar ist. Das HIF mit seinem sehr breiten Erfahrungsschatz in der Präparation von Gesteinsproben ist für die Weiterentwicklung unserer Anlagen von großer Bedeutung“, betont Struers-Geschäftsführer Dr. Volkmar Prill.

Strategische Partnerschaft mit Vorbildcharakter

Auch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bewertet die Kooperation sehr positiv. Prof. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR, fasst zusammen:

„Die Herausforderungen der heutigen Zeit erfordern strategische Partnerschaften sowie die Bündelung von Expertisen. Die Kooperation unseres Zentrums, im Speziellen des HIFs mit der Firma Struers zeigt, dass es dabei nicht nur darum geht, ein Problem für die Industrie zu lösen. Wir verfolgen Win-Win-Strategien, von der beide Partner profitieren. Das ist hier bereits gelungen.“

Poliermaschine Tegramin-30 der Firma Struers. © Anne-Kristin Jentzsch

Die gemeinsame Präsentation des neuen Probenhalters auf der EGU in Wien unterstreicht eindrucksvoll, wie anwendungsorientierte Forschung und industrielle Praxis erfolgreich ineinandergreifen können.

Quelle: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

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