Life Sciences Innovations
Hochschullabor setzt auf Vor-Ort-Desinfektion
Im Fachbereich Mikrobiologie des Studiengangs Biomedizinische Analytik an der FH Campus Wien ist die praktische Arbeit im Labor besonders wichtig. Täglich experimentieren Studierende hier im Labor mit Bakterien der Risikoklasse 2, wie Staphylokokken und Streptokokken. Allerdings sind alle Stoffe, die mit diesen Erregern in Berührung kommen, infektiös und müssen daher entsprechend behandelt und entsorgt werden.
Gleiches gilt für die biologischen Materialien, die untersucht werden, wie Blut- und Urinproben sowie Zellkulturen. Um hohe Kosten, einen großen Verwaltungsaufwand und Risiken beim Abtransport zu vermeiden, arbeitet das Labor mit einem Abfall-Desinfektionsgerät. Der Medister der Firma Meteka GmbH macht infektiösen Müll vor Ort unschädlich und erleichtert die Entsorgung.
An der FH Campus Wien wird praktische Erfahrung groß geschrieben: Den Studierenden des Bachelor-Studiums Biomedizinische Analytik steht ein modern ausgestattetes Labor zur Verfügung, in dem sie im Rahmen des Fachbereichs Mikrobiologie mit verschiedenen Erregern experimentieren. Zu der Arbeit im Labor gehört allerdings nicht nur das reine Untersuchen der Proben, sondern auch deren fachgerechte Beseitigung.
"Um den infektiösen Abfall zu entsorgen, haben wir zuvor eine Dampfsterilisationsanlage und Sondermüllbehälter genutzt", erklärt Susanne Bauer-Mitlinger, biomedizinische Analytikerin und Dozentin an der FH. "Die Anlage war allerdings veraltet und musste dringend erneuert werden. Stattdessen haben wir uns entschieden, ein Abfalldesinfektionsgerät von Meteka einzusetzen. Diese Lösung war kostengünstiger und ist vor allem einfacher in der Handhabung".
Unkomplizierte Desinfektion durch Even-Heat-Methode
Abfälle, die mit den Erregern in Berührung gekommen sind, Blut- und Urinproben sowie Zellkulturen werden in einem eigenen Entsorgungsraum gesammelt und anschließend im Medister 160 desinfiziert. Rund 60 l können dort pro Charge behandelt und mit der patentierten Even-Heat-Methode desinfiziert und unschädlich gemacht werden. Dafür wird der Abfall automatisch befeuchtet und mittels eines thermischen Verfahrens von innen heraus auf etwa 100 °C erhitzt. Dies funktioniert auch bei inhomogener Zusammensetzung des Materials, ohne dass es zuvor zerkleinert werden muss.
Die Temperatur wird 25 min konstant gehalten und der Müll so von infektiösen Erregern befreit. Da der Vorgang direkt im Meditainer Sammelbehälter geschieht, ist sichergestellt, dass Lehrende und Studierende bei der Abfallmanipulation nicht mit potenziell gefährlichen Stoffen in Berührung kommen. "Je nachdem, wie viel Unterrichtsbetrieb wir haben, werden so vier bis fünf Chargen pro Tag behandelt", erklärt Bauer-Mitlinger. Im Anschluss an die Aufbereitung kann der Abfall problemlos über den regulären Labormüll entsorgt werden.
Durch den Medister wird nicht nur das Problem der Lagerung von infektiösem Müll gelöst, auch entfallen Kosten für die Abholung von Sondermülltonnen durch Spezialfirmen. Gleichzeitig ist der Medister platzsparend konstruiert, weshalb er auf engstem Raum genutzt werden kann. Außerdem lässt er sich deutlich günstiger warten als die bisher genutzte Sterilisationsanlage.
Hintergrund
Die FH Campus Wien bietet zurzeit über 50 Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Masterlehrgänge in den Bereichen Applied Life Sciences, Technik, Bautechnik, Gesundheit, Soziales und Public Sector an. Mit über 4200 Studenten ist sie Österreichs größte akkreditierte Fachhochschulen. Theoretisches Wissen wird hier ständig durch praktische Arbeit begleitet, unter anderem wird den Studierenden das Experimentieren in modern ausgestatteten Labors ermöglicht.
Die 1987 von Dr. Helmut Katschnig gegründete Meteka GmbH hat sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Hygiene- und Infektionsvermeidungssystemen spezialisiert. So soll Infektionen vor Ort vorgebeugt und verhindert werden, dass sie sich in den öffentlichen Raum verlagern. Die Firma gehört zu den führenden Anbietern von Systemlösungen zur Desinfektion und Sterilisation von infektiösen Abfällen und Abwässern. Am Firmensitz im österreichischen Judenburg sind 17 Mitarbeiter beschäftigt.
Mehr Infos:
FH Campus Wien
Favoritenstraße 226, 1100 Wien
E-Mail: [email protected]
Internet: www.fh-campuswien.ac.at
METEKA GmbH
Andreas Liebmann (Vertrieb und Marketing)
Viktor-Kaplan-Str. 7, A-8750 Judenburg
E-Mail: [email protected]
Internet: www.meteka.com











