ArchäometallurgieHistorisches Kupfer in Gletschereis
Der Bergbau Südamerikas versorgt den halben Globus mit Kupfer. In den Anden liegen die weltgrößten Minen. Doch wann die Kupferproduktion dort begann, blieb bislang unklar. Von den frühen Hochkulturen sind kaum Überlieferungen und Artefakte erhalten.
Verlauf der vom Menschen verursachten Kupferemissionen über die letzten 6500 Jahre im bolivianischen Altiplano, rekonstruiert anhand eines Eisbohrkernes vom Illimani-Gletscher. Gezeigt sind die Kupfer-Anreicherungen gegenüber dem natürlichen Untergrund durch Mineralstaub (grau) während der Blütezeit der präkolumbianischen Kulturen Chavin/Chiripa (Beginn Kupferverhüttung), Tiwanaku/Wari/Moche und Inka sowie im Verlauf der Kolonialzeit und im 20. Jahrhundert (grün). (Grafik: Paul Scherrer Institut / Anja Eichler)

