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Sicheres Speziallabor

Barbara Schick,

BSL-3-Insektarium

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin betreibt ein Sicherheitsinsektarium der Biologischen Sicherheitsstufe 3 (BSL-3).

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) beim Blut-Trinken. © BNITM

Zahlreiche tropische Infektionserreger werden durch blutsaugende Arthropoden (sogenannte Vektoren) übertragen, darunter Mücken, Flöhe, Zecken, Milben oder Wanzen. Insbesondere Viren, wie das West-Nil-, das Dengue- oder das Zika-Virus, aber auch die Erreger der Malaria oder der Schlafkrankheit gehören zu den Pathogenen, die durch Vektoren übertragen werden. Beim Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) werden Interaktionen zwischen Vektor und Pathogen erforscht. Zu diesem Zweck unterhält das Institut verschiedene Arthropoden-Zuchten und betreibt ein spezielles Sicherheitslabor: das sog. BSL-3-Insektarium. Hier werden beispielsweise Studien zur Vektorkompetenz von Stechmücken mit unterschiedlichen tropischen Viren durchgeführt. Dieses Labor hat besondere bauliche Sicherheitsmerkmale, wie etwa gesonderte Zugangsregelungen, gestaffelter Unterdruck oder eine Personenluftdusche, und es können Insekten-Infektionsexperimente mit Erregern bis zur Schutzstufe 3 durchgeführt werden.

Infrastruktur auch für externe Forschende nutzbar

Arbeiten im Labor der Biologischen Sicherheitsstufe 3. © BNITM

Für die notwendigen Experimente zu Infektion und Manipulation von Insekten ist das BSL-3-Insektarium ausgestattet mit Glovebox, Sicherheitswerkbank, Brut- und Klimaschränken sowie mit Lupenmikroskopen, Injektoren und CO2-Insufflationspads zur Narkose von Arthropoden.

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Mikroskopische Untersuchung der Insekten. © BNITM

Im Rahmen von Kooperationen wird das BSL-3-Insektarium auch externen Arbeitsgruppen zur Verfügung gestellt, oder Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BNITM führen die Experimente für auswärtige Partner durch. Darüber hinaus können in Einzelfällen Weiterbildungen im Umgang mit Insekten angeboten werden.

© BNITM

Das BSL-3-Insektarium ist eine durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) geförderte Infrastruktur.

Quelle: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

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