Specials Mikrofluidik

Miniaturisierung und Effizienz: ein Schlüssel zum Erfolg

Die BioRegio STERN Management GmbH zeichnete am Abend des 05.07. die drei Sieger des regionalen Ideenwettbewerbs „Science2Start“ aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen des traditionellen Sommerempfangs der BioRegio STERN Management GmbH statt, den sie in diesem Jahr gemeinsam mit der TTR Technologieparks Tübingen-Reutlingen GmbH, dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e.V. und der IHK Reutlingen veranstaltete.

Den Hauptpreis des diesjährigen Ideenwettbewerbs erhielt die Arbeitsgruppe „BioMEMS & Sensorik“ des NMI Naturwissenschaftliches Medizinisches Institut an der Universität Tübingen in Reutlingen für die Entwicklung einer neuen Mikroreferenzelektrode. Den Ingenieuren und Chemikern Massimo Kubon, Tobias Ensslen und Gorden Steve Link ist es gelungen, mit Hilfe eines ionenleitfähigen Kunststoffs ein wichtiges Funktionselement des chemischen Online-Monitorings zu miniaturisieren und damit die Überwachung von Stoffwechselprodukten und biologisch/chemischen Produktionsprozessen entscheidend zu vereinfachen. Ihre Referenzelektrode ist langzeitstabil, lagerfähig, sterilisierbar und dabei auch noch biokompatibel. Die aus Wissenschaftlern, Wagniskapitalgebern und Unternehmern zusammengesetzte Jury des diesjährigen Science2Start-Wettbewerbs überzeugte dieses Projekt, weil die Machbarkeit bereits im Labor erfolgreich getestet wurde und nun mit Industriepartnern in die breite Anwendung überführt werden kann – beispielsweise für die Überwachung von Intensivpatienten oder in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik.

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Den zweiten Preis erhielt die Gründungsidee „Computomics“, ein Spin-Off des Zentrums für Bioinformatik der Universität Tübingen. Die beiden Gründer, Sebastian J. Schultheiß und Dr. Tobias Dezulian, sind Bioinformatiker, die zuvor am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft und am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie wissenschaftlich gearbeitet haben. Kern ihrer Idee ist ein Werkzeug, mit dem sich DNA-Sequenzdaten besonders hochqualitativ analysieren lassen. Diese innovative Dienstleistung ist unter anderem für Anwendungsfelder wie der Saatgutzüchtung, Krebsforschung und Medikamentenentwicklung außerordentlich wertvoll.

Auf den dritten Platz kamen die Tübinger Forscher Prof. Dr. Ulrich Schraermeyer und Dr. Sylvie Julien vom Department für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Tübingen, Sektion für Experimentelle Vitreoretinale Chirurgie. Sie erhalten den Preis für die Idee, einen Wirkstoff zur Behandlung von „trockener“ altersbedingter Makuladegeneration, AMD, einzusetzen.

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