Diskussion im Haus der Wissenschaft in Braunschweig
Bakterien bieten Milliarden-Potenzial für Wirtschaft und Gesundheit
Bakterien bieten für Branchen wie Energiewirtschaft, Gesundheit, Kunststoff- und Lebensmittel-Industrie ein Milliarden Euro schweres Wirtschaftspotenzial und können zudem Umwelt und Ressourcen schonen und Menschen bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen helfen.
Darauf hat Prof. Dr. Christine Lang, Professorin an der TU Berlin und Geschäftsführerin des Biotechnologie-Unternehmens Organobalance am 3. September im Haus der Wissenschaft in Braunschweig hingewiesen. In einer Diskussion mit Vertretern des Leibniz-Instituts und der Ruhr-Universität Bochum stellte sie klar: „Es gibt Tausende gesunde Bakterien, die unseren Organismus am Laufen halten, unsere Haut schützen und schädliche Bakterien in Schach halten, und organische Prozesse möglich machen." Das gelte für Stoffwechsel und Verdauung ebenso wie für die Energie-Gewinnung aus natürlichen Stoffen.
Noch immer seien bei weitem nicht alle Bakterienarten bekannt und auch die Bekannten noch nicht abschließend erforscht. „Darin steckt noch ein riesiges Potenzial", so Prof. Lang. Allein die Organobalance GmbH verfügt über eine Sammlung mit mehr als 8000 Bakterien- und Hefestämmen, deren positive Wirkung für Gesundheit, Lebensmittel, Tierfutter, Kunststoffe oder chemische Prozesse untersucht werden. Das Haus der Wissenschaft hatte im Vorfeld der Diskussion darauf hingewiesen, dass sich in einem Esslöffel Blumenerde etwa 50000 unterschiedliche Bakterienarten befinden und Bakterien als „unglaublich flexible Mini-Chemiefabriken" gelten.










