Chancen der Biotechnologie

Grünen-Chefin informiert sich bei Organobalance

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Ramona Pop, hat am 2. September bei einem Rundgang im Technologiepark Humboldthain die Geschäftsräume und Labore des Biotechnologie-Unternehmens Organobalance besucht.

Prof. Dr. Christine Lang (rechts) informiert Ramona Pop über Möglichkeiten von Biotechnologie und Bioökonomie.

Geschäftsführerin Prof. Dr. Christine Lang, zugleich Co-Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, erläuterte der Politikerin und ihren Begleitern die Möglichkeiten, die die Biotechnologie unter anderem für Entwicklungen und neue Produkte in der Gesundheits- und Lebensmittel-Branche und im Bereich der Bioökonomie hat.

So verfügt die Organobalance GmbH über eine Sammlung mit mehr als 8000 Bakterien- und Hefestämmen, die mit speziellen Screening-Verfahren auf positive Eigenschaften durchsucht werden. Die rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens haben auf diese Weise bereits Milchsäurebakterien mit Wirkung gegen Karies, gegen den Magenkeim Helicobacter pylori und zur Vorsorge gegen Hauterkrankungen finden können.

„Ich begrüße diese Orientierung an den Patientinnen und Patienten", sagte dazu Ramona Pop. „Es war für mich ein interessanter Einblick in die Forschungsarbeit hier in Berlin, ein hervorragender Standort für wissensbasierte Technologien. Wertvolle Ressourcen wie Wasser oder Energie können durch die Potenziale der Biotechnologie nachhaltig geschont werden."

Prof. Lang erklärte dazu: „Weltweit verwenden wir für die Produktion von Medikamenten und Industriechemikalien immer noch überwiegend begrenzt verfügbare fossile Rohstoffe, obwohl wir sie heute auch mit spezifischen Hefe- und Bakterienstämmen herstellen können." Diese Möglichkeit, Wirkstoffe und neue Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig herzustellen, sei eine große Chance für die Gesellschaft. Um dieses Potenzial zur Schonung der Umwelt und für die Gesundheit der Menschen nutzen zu können und mehr Arbeitsplätze zu schaffen, brauche Biotechnologie und Bioökonomie auch weiter die Unterstützung von Kommunalpolitik und Bundespolitik und Anreize für Investoren.

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