HydrophobineErstes künstliches Vesikel aus natürlichen Proteinen
Physiker der Universität des Saarlandes sowie der finnischen Aalto University und technischen Forschungszentrum Finnland in Espoo haben eine Art künstliche Zelle, ein so genanntes Vesikel, entwickelt. Ihre Doppelmembran wird aus einem natürlich vorkommenden Protein gebildet. Das ist weltweit bisher einzigartig.
Hydrophobine sind eine Familie natürlich vorkommender Proteine mit einem wasserliebenden (blau) und einem wasserabstoßenden Teil (rot). Sie bilden (wie Lipide) auch Molekül-Doppellagen und Vesikel, kleine Kugeln aus Doppellagen. In wässriger Umgebung (hellblau) sind alle wasserabstoßenden Teile des Proteins im Inneren der Doppellage. In ölartiger Umgebung (gelb) ist es umgekehrt. Im Inneren entsteht so zum Beispiel ein geschützter Transportraum für Moleküle, die sonst in der äußeren Umgebung (wässrig oder ölig) nicht löslich wären. (Grafik: AG Jacobs)

