Schäden durch RöntgenstrahlungElektronische Zerfallsprozesse untersucht
Welche Vorgänge laufen im Detail ab, wenn Röntgenstrahlung an Biomolekülen mit einem Metallzentrum Strahlenschäden verursacht? Dieser Frage ist ein Wissenschaftlerteam am Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg nachgegangen.
Die Absorption eines einzigen Röntgenphotons führt zunächst zu der Entstehung eines vierfach positiv geladenen Magnesiumions. Dieses Ion kehrt in einer Abfolge von intermolekularen Zerfallsprozessen wieder in seinen Ursprungszustand zurück, wobei entweder die Energie auf die Nachbarmoleküle (ICD-Prozess) oder Elektronen der Nachbarmoleküle auf das Magnesiumion (ETMD-Prozess) übertragen werden. Dabei werden mehrere der benachbarten Moleküle ionisiert. (Abbildung nach Stumpf et al. in Nature Chemistry 8, 237 (2016), Universität Heidelberg)

