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Biotechnologie-Branche optimistisch

Geschäftsklima auf hohem Niveau stabil

Die deutsche Biotechnologie-Branche blickt positiv gestimmt in das neue Jahr. Das hat eine Umfrage des Verbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, in Kooperation mit dem Branchenmagazin transkript ergeben.

Einschätzung der aktuellen Geschäftslage: Indexwert sinkt um knapp zwei Punkte, 91 % beurteilen ihre Lage als gut oder befriedigend (n = 126).

Die Umfrage zeichnet ein optimistisches Gesamtbild: Insgesamt liegen alle Indikatoren auch in diesem Jahr über dem jeweiligen Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Biotech-Unternehmer und -Unternehmerinnen schätzen ihre aktuelle Situation so positiv ein, dass sie wieder mehr in Forschung und Entwicklung investieren wollen. Auch bei der Beschäftigungssituation bleibt die Entwicklung stabil.

Die Eigenkapitalinvestitionen 2014 sind mit rund 403 Millionen Euro gegenüber 2013 um rund 14 % gestiegen – seit 2010 ein neuer Höchststand. Erstmals seit Jahren haben deutsche Biotechnologie-Firmen auch wieder den Gang an die Börse gewagt, allerdings fernab des Heimatmarktes. Zwei Firmen wählten die USA, eine die Börse in Amsterdam. Frankfurt wartet seit 2007 auf einen Biotech-Börsengang. Gleichwohl haben hier viele bereits notierte Biotech-Firmen stattliche Summen eingeworben. Der Biotech-Subsektorindex der Deutschen Börse legte im Jahresverlauf um rund 24 % zu.

Die insgesamt positive Entwicklung in Deutschland spiegelt einen Aufschwung wider, der sich auch am europäischen Kapitalmarkt abzeichnet. Laut einer Studie der Biocom AG haben europäische Biotech-Firmen im Jahr 2014 insgesamt 2,37 Mrd. Euro über die Börse eingesammelt (2013: 1,89 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Biotech-Börsengänge verdreifachte sich auf 15.

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Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, bilanziert: „Die deutsche Biotech-Branche profitiert vom internationalen Biotech-Boom. Hierzulande bleibt aber nicht nur die ausreichende Finanzierung, sondern auch die Förderung innovativer, kleiner und mittlerer Unternehmen problematisch, das zeigt auch die nüchterne Einschätzung der politischen Lage durch die Unternehmer.“

Holger Zimmermann, Geschäftsführer und CSO der AiCuris sagt: „Gerade in der Gesundheitswirtschaft spielt die Biotechnologie als Innovationstreiber eine wesentliche Rolle, das haben auch die vielen Übernahmen und Kooperationen im Jahr 2014 gezeigt. Wichtig ist, dass die gesamte Wertschöpfungskette von der Erfindung zum Patienten verlässlich und gut funktioniert und Innovationshürden abgebaut werden.“

Boris Mannhardt, Vorstand der BIOCOM AG ergänzt: „Die positive Entwicklung an Europas Börsen zeigt: Biotechnologie ist offenbar wieder ein lohnendes Investment. Die Handelsplätze Paris und London erscheinen vielen Biotech-Firmen allerdings deutlich attraktiver als Frankfurt.“

Die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland (BIO Deutschland), mit rund 300 Mitgliedern – Unternehmen, Bioregionen und Branchen-Dienstleistern – und Sitz in Berlin, hat sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland die Entwicklung eines innovativen Wirtschaftszweiges auf Basis der modernen Biowissenschaften zu unterstützen und zu fördern.

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