Neurobiologie

DFG unterstützt Dr. Sandra Blaess mit einem Heisenberg-Stipendium

Die Privatdozentin Dr. Sandra Blaess vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie und vom Life & Brain Zentrum der Universität Bonn wird mit einem begehrten Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Privatdozentin Dr. Sandra Blaess vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie und dem Life & Brain Zentrum der Universität Bonn wird mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. (© Foto: Katharina Wislsperger / Ukom UKB)

Damit ist in den nächsten drei Jahren eine finanzielle Unterstützung der Forscherin und ihres wissenschaftlichen Projektes verbunden. Bei positiver Begutachtung wird das Stipendium um weitere zwei Jahre verlängert.

„Ich freue mich sehr über das Stipendium, das es mir ermöglicht, meine wissenschaftliche Arbeit in Bonn fortzusetzen und meine Forschungsprojekte mit einer längerfristigen Perspektive umzusetzen“, sagt Dr. Sandra Blaess vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie und vom Zentrum Life & Brain der Universität Bonn. Die Neurobiologin untersucht Dopamin-Nervenzellen des Mittelhirns, die Bewegungsabläufe, das Belohnungsverhalten und die Informationsverarbeitung beeinflussen. „Schädigungen oder Veränderungen im Dopamin-System stehen in Zusammenhang mit häufig vorkommenden Erkrankungen wie Parkinson, ADHS und Schizophrenie“, sagt Dr. Blaess.

Dopamin-Neurone bestechen durch große Vielseitigkeit

Es sei noch nicht endgültig geklärt, wie eine solch überschaubare Zahl an Nervenzellen auf verschiedenste Gehirnregionen Einfluss nehmen könne, berichtet die Wissenschaftlerin. Die Dopamin-Neurone aus dem Mittelhirn lassen sich in verschiedene Untergruppen unterteilen, die auch unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die Wissenschaftlerin möchte die Vielseitigkeit dieser Nervenzellen untersuchen, insbesondere wie sich Untergruppen während der Entwicklung herausbilden und eine feste Aufgabe im ausgereiften Gehirn übernehmen.

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Berufliches Ziel der Forscherin ist eine Professur in den Neurowissenschaften oder der Entwicklungsbiologie. „Das Stipendium wird es mir ermöglichen, mich weiter auf eine solche wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und meine Forschungsexpertise weiter auszubauen“, blickt die verheiratete Mutter eines dreijährigen Sohnes in die Zukunft.

Von New York nach Bonn

Sandra Blaess, geboren am 29. November 1973 in Basel, studierte Molekularbiologie in Basel und promovierte dort in Zellbiologie. Mehrere Jahre forschte sie an der New York University School of Medicine und am Memorial Sloan Kettering Cancer Center (USA), bevor sie mit einer Förderung durch das NRW-Rückkehrerprogramm an das Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn wechselte und eine eigene Forschungsgruppe aufbaute. Vor zwei Jahren habilitierte Dr. Blaess in Neurobiologie. Vor und nach der Habilitation wurde sie unter anderem auch mit dem Maria von Linden-Programm der Universität Bonn gefördert. Das Angebot unterstützt Frauen auf ihrem Weg in die Wissenschaft finanziell und mit einem speziellen Mentoring- und Trainingsprogramm.

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