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HPLC-TippDer HPLC-Tipp

Wie gründlich spült eigentlich unsere Spülmaschine – oder: Wieso erscheint stets der Peak unserer Hauptkomponente im Chromatogramm, obwohl wir nichts injizieren?
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Der Fall

Bekanntlich gibt es Substanzen, die äußerst hartnäckig an allerlei Oberflächen „kleben“ bleiben. Man hofft nun, dass die Oberfläche der verwendeten Glasgefäße wenigstens im Labor-Spülautomaten von einem derart unerwünschten „Besucher“ befreit wird. Klappt es aber wirklich?

Die Lösung

Bevor Sie in einem solchen Fall die sechste neue Säule einbauen, die Anlage zum zehnten Mal gründlichst spülen und die vierte Spritze am Autosampler auswechseln lassen, sollten Sie vielleicht Ihre Spülmaschine unter die Lupe nehmen und ihre Reinigungskraft überprüfen. Selbstverständlich gibt es bei den professionellen Spülmaschinen empfohlene Programme abhängig von der Art der Kontamination und es sind des weiteren sehr gute Tests implementiert. Es lohnt sich diesbezüglich in der Tat, die ausführlichen Infos in den Handbüchern zu Rate zu ziehen. Doch gibt es für alle Fälle folgenden guten, strengen und relativ einfach auszuführenden Test, den uns ein Kollege im Rahmen eines HPLC-Kurses erzählte: Sie behandeln mit einer Riboflavin-Lösung alle Glasgefäße, die irgendwie mit Ihrer problematischen Substanz in Berührung kommen könnten (Becherglas, Erlenmeyerkolben, Glaszylinder usw.) und lassen Sie diese trocknen. Anschließend werden jene bei der üblichen Spülprozedur gespült. Jetzt können Sie mit Hilfe einer UV-Lampe überprüfen, ob noch an irgendeiner Stelle in der Spülmaschine und/oder an den Glasgefäßen Riboflavin-Reste zu sehen sind. Somit kann der Reinigungseffekt sowohl bezogen auf „alle“ Ecken in der Spülmaschine als auch auf die Geometrie/Beschaffenheit der verwendeten Glasware getestet werden.

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Das Fazit

Eine Substanz wie Riboflavin, die erstens eine hohe Affinität zu Glasoberflächen hat und zweitens eine starke UV-Absorption zeigt, eignet sich gut, um die Effektivität von Spülprogrammen zu überprüfen.
© by Stavros Kromidas

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