HPLC-Tipp

Der HPLC-Tipp

LC-MS-Kopplung – wie mache ich aus einer HPLC- eine LC-MS-Methode?

von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken

Vorbemerkung

Die LC-MS-Kopplung wird immer wichtiger. War diese Technik noch vor ein paar Jahren eine Rarität von und für Spezialisten, wird sie zunehmend zu einer interessanten Alternative in Entwicklungslabors. Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, auf einige der häufigsten Fragen, die mir bezüglich der LC-MS gestellt werden, in diesem und in den nächsten 2 HPLC-Tipps in komprimierter Form und aus praktischer Sicht einzugehen. Selbstverständlich bedarf es für eine detaillierte Auseinandersetzung mit dieser Technik des Besuchs entsprechender Seminare bzw. des Studiums spezieller LC-MS-Literatur. Sollten Sie mit dieser Thematik (noch) nicht konfrontiert sein, so haben Sie bis zur November-Ausgabe der LABO „frei“.

Der Fall

Sie kennen sich mit den üblichen Methoden in der HPLC aus. Ihre Aufgabe besteht nun in der Zukunft darin, LC-MS-taugliche Methoden zu entwickeln. Was ist bei der LC-MS wichtig und anders als das Ihnen Gewohnte?

Die Lösung

Bei der Entwicklung einer Routine-HPLC-Methode geht es u.a. um konstante Retentionszeiten, eine notwendige Voraussetzung für eine eindeutige Peakzuordnung. Aus diesem Grunde wird bei der Trennung von polaren/ionischen Analyten und mit dem Ziel eines konstanten pH-Wertes im Eluenten vorwiegend mit Puffern gearbeitet. Die (hoffentlich ausreichende) chromatographische Auflösung wird im Rahmen der Validierung beim Validierungselement „Selektivität“ mit Hilfe von Standards und häufig eines Photo-Dioden-Array-Detektors (...) überprüft. Bei der LC-MS-Kopplung geht es im Wesentlichen um eine gesicherte Überprüfung der Peakhomogenität, also um eine möglichst spezifische Aussage. Eine konstante Retentionszeit ist nicht per se unabdingbar, auch maximale chromatographische Auflösung – oft mit erheblichem Aufwand verbunden – wird nicht angestrebt bzw. sie ist nicht unbedingt notwendig. Somit erweisen sich für eine LC-MS-Trennung in etwa folgende chromatographische Bedingungen als sinnvoll:

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