HPLC-Tipp

Der HPLC-Tipp

Schlussfolgerungen aus Veränderungen eines Chromatogramms im Routinebetrieb – die Lösung

Von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken

Der Fall

Im Januar-Tipp haben wir uns mit typischen Symptomen/Veränderungen im Chromatorgramm beschäftigt, die im Routinebetrieb bei isokratischen Läufen auftreten können. Gemeint sind hier Veränderungen, die ohne eine bewusste Handlung seitens des Anwenders auftreten, zum Beispiel eine längere Säule eingesetzt. Die Symptome können bei Beachtung einfacher chromatographischer Regeln konkreten Ursachen zugeordnet werden (siehe Tabelle 1).

Die Lösung

In Tabelle 1 haben wir in der linken Spalte 15 typische Situationen, also Veränderung eines oder mehrere chromatographischer Parameter im Routinebetrieb. So bedeutet beispielsweise ΔP Veränderung des Druckes und ΔH bei tR = konstant Veränderung der Peakhöhe bei konstanter Retentionszeit. In der rechten Spalte ist/sind die entsprechende(n) Ursache(n) in abnehmender Häufigkeit aufgeführt. Nachfolgend finden Sie die Bedeutung der verwendeten Symbole:

Δ: Änderung A: Peakfläche tR : Retentionszeit

H: Peakhöhe P: Druck tM: Totzeit

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Tabelle 1

Das Fazit

Es ist sinnvoll, beim Auftreten von Problemen sich kurz zu überlegen, was die Ursache sein kann und was auf keinen Fall. So stimmt beispielsweise bei einer Verschiebung der Totzeit der Fluss nicht mehr, man braucht nicht in diesem Fall den Eluenten neu ansetzen – Veränderung des Eluenten kann die Totzeit nicht beeinflussen. Und wenn der Peak bei konstanter Retentionszeit breiter wird, kann nur die Packungsqualität nachgelassen haben, Temperaturveränderung – was ja zu einer gleichzeitigen Retentionsverschiebung führen würde – können wir ausschließen usw.©by Stavros Kromidas

Die Tabelle „richtig“ ausgefüllt haben:

Herzlichen Glückwunsch!

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