Die Internet-Adresse des Monats (November)

Nützliche Internetseiten rund um die Massenspektrometrie

Massenspektrometrische Verfahren sind heute sehr verbreitet in vielen Bereichen der Analytik, insbesondere auch in Verbindung mit chromatographischen Trennmethoden. Sie werden beispielsweise zur Charakterisierung von Verbindungen in der Chemie, Medizin, Forensik, Proteomik und Pharmakogenetik eingesetzt, um nur einige zu nennen.

Die theoretischen Grundlagen der Massenspektrometrie legte der englische Physiker Joseph John Thomson Anfang des 19. Jahrhunderts. Er ist auch der Entdecker des Elektrons und erhielt dafür 1906 den Physik-Nobelpreis. Der britische Chemiker und Physiker Francis William Aston, ein Schüler von Thomson, baute im Jahr 1919 das erste funktionierende Massenspektrometer. Er erhielt für seine Untersuchungen von Isotopen 1922 den Nobelpreis für Chemie.

In der Folgezeit wurden sehr unterschiedliche Techniken für die verschiedensten Anwendungen entwickelt, deren theoretischer Hintergrund ganze Lehrbuchkapitel füllen. Ein guter Einstieg ist beispielsweise der entsprechende Wikipedia-Artitkel [1], der viele weiterführende Links enthält. Auch die Seite „Chemgapedia“ [2] bietet unterschiedliche Lerneinheiten und Tutorien für Einsteiger.

Weitere nützliche Quellen sind auch Vorlesungsskripte und Übungen, die viele Universitäten und Fachhochschulen auf ihren Webseiten zum Download bereitstellen. Allerdings ist der Zugang teilweise auf den eigenen Campus beschränkt. Exemplarisch seien hier die Skripte von den Universitäten Karlsruhe [3], Stuttgart [4] und München [5] genannt, man wird über eine entsprechende Google-Recherche noch viele weitere finden. Auch Einrichtungen wie die Fraunhofer-Gesellschaft [6] bieten umfangreiche Einführungen.

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Für weitergehende Informationen stehen vielfältige Quellen zur Verfügung. Hier sollte man aber generell auf das letzte Aktualisierungsdatum der Seiten achten, denn es sind hier so manche „Leichen“ online, die offensichtlich seit Jahren nicht mehr aktualisiert werden.

Gute Einstiegsseiten sind die englischsprachigen Seiten http://i-mass.com [7] und spectroscopyNOW [8] sowie die deutschsprachige Seite ANALYTIK NEWS [9].

Weitere Informationen findet man natürlich auch auf den Webseiten von Herstellern, Händlern und Dienstleistern. Dort findet man neben der Gerätewerbung oft auch Literatur und Applikationen. Als Ausgangspunkt kann hier beispielsweise die Marktübersicht aus der LABO aus dem Jahr 2010 dienen [10]. Ende des Jahres wird dort eine aktualisierte Version online gestellt..

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Fachzeitschriften, die sich ausschließlich mit dem Thema Massenspektrometrie [11] beschäftigen. Zu nennen sind hier beispielsweise „Journal of Mass Spectrometry“, „European Mass Spectrometry Abstracts“, „Mass Spectrometry Reviews“ oder „Journal of the American Society for Mass Spectrometry“. Die Inhaltsverzeichnisse sind in der Regel frei zugänglich, die einzelnen Artikel dann aber kostenpflichtig (es sei denn, man hat das Glück, dass die Zeitschrift in der Firmen- oder Universitätsbibliothek steht). Zumeist kann man sich die Inhaltsverzeichnisse kostenlos per E-Mail zuschicken lassen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bücher zu den unterschiedlichsten Facetten des Themas [12]. Leseproben, oder bei älteren Werken sogar die Volltexte sind über die Büchersuche von Google zugänglich [13].

Auch die Webseiten der zahlreichen Organisationen weltweit bieten oft hilfreiche Kontakte und Veranstaltungskalender [14]. Als Beispiele seien hier die „Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie“ (DGMS) [15] und die „Schweizerische Gruppe für Massenspektrometrie“ (SGMS) [16] genannt.

Abschließend noch ein paar gute Quellen für Massenspektren gängiger Substanzen jenseits der erwähnten Fachzeitschriften, Bücher oder durch die Gerätesoftware bereitgestellten Spektrenbibliotheken. Zu nennen ist hier das NIST Webbook des „National Institute of Standards and Technology“ (NIST) in den USA, über das Spektren von 33000 Verbindungen frei zugänglich sind [17]. Oder die „Spectral Database for Organic Compounds“ (SDBS) mit aktuell 24700 Spektren, die vom „National Institute of Advanced Industrial Science and Technology“ (AIST) in Japan kostenlos bereitgestellt wird [18]. Ebenfalls aus Japan stammt die Seite „MassBank“ mit mehr als 31000 Spektren [19].

Darüber hinaus gibt es natürlich zahlreiche kostenpflichtige Datenbanken, deren Aufzählung den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde. Genannt sei daher hier nur exemplarisch die Datenbanksammlung ¿STMdate¿ mit Hunderttausenden von Spektren [20].

Fazit

Dieser kleine Überblick zeigt eindrucksvoll, welche umfangreichen Informationen und Daten zum Thema Massenspektrometrie im Internet verfügbar sind, viele davon sogar kostenfrei. Vollständige Fachinformationen sind aber leider fast nur über kostenpflichtige Quellen zugänglich, so wie in fast allen anderen Disziplinen auch.

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