Interview

Vom Spezialwunsch zur generalisierten Lösung

Geschäftsführer Konrad Wagner und Kundenbetreuerin Ines Weiher von der LDB Labordatenbank berichten im Interview mit LABO u. a. darüber, welche Faktoren ihrer Erfahrung nach Laborsoftware-Entwicklungen bewirken und beeinflussen.

LABO: Seit Sie 2009 Ihre Labordatenbank auf den Markt gebracht haben, sind sicher einige Weiterentwicklungen und neue Funktionen hinzugekommen. Haben Sie hier viel Input von Ihren Kunden bekommen oder gemeinsam mit Anwendern entwickelt?

Konrad Wagner, Geschäftsführer der LDB Labordatenbank GmbH. © LDB Labordatenbank

Wagner:
Ja, wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden zusammen. Bei uns sind alle Module (z. B. Probenverwaltung oder Schnittstellen-Editoren) in enger Zusammenarbeit mit den Kunden entstanden. Ansprechpartner sind dabei selten die Geschäftsführer, sondern die Verantwortlichen im Labor, ohne deren Wissen vieles gar nicht möglich wäre.

Weiher:
Viele Kundenwünsche entstehen auch aus Anforderungen aus Akkreditierungsvorgaben zu DIN-Normen. Das Schöne im Labor ist, dass man es mit analytisch denkenden Personen zu tun hat, die Probleme abstrahieren können und mit denen man zusammen eine allgemeingültige, generelle Lösung erarbeiten kann, die dann als Modul allen Kunden zur Verfügung gestellt wird.

Ines Weiher, Kundenbetreuerin bei der LDB Labordatenbank. © LDB Labordatenbank

Aktuell recht neu hinzugekommen ist die Funktion der Kundenzone. Diese ist auch aus einem Wunsch der Kunden entstanden, die gerne ihre Ergebnisse und Berichte automatisiert dem Kunden bereitstellen wollten. Diese Funktion nutzen jetzt schon viele unserer Kunden intensiv, weil sie viele Vorteile bietet und sehr einfach zu bedienen ist.

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LABO: Entwickeln Sie auch individuelle Speziallösungen bzw. spezielle Tools?

Wagner: Spezialentwicklungen sind Teil der Aufgaben eines langfristigen Verhältnisses zum Softwarelieferanten. Mit mittlerweile über 100 Kunden und knapp 2 000 täglichen Nutzern kommen Spezial-Wünsche der Kunden häufiger vor. In der Regel liegt hier also eine Aufgabenstellung zugrunde, die auch andere Labore betrifft. In diesem Fall versuchen wir, auch wenn es aufwändiger ist, das Grundproblem herauszukristallisieren und eine generalisierbare Lösung herauszuarbeiten, die dann allen Kunden zur Verfügung steht. So sind viele unserer internen Tools entstanden, die nun jeder Kunde nutzen kann und eine ganze Bandbreite an Wünschen abdecken.

Weiher: So kann z. B. durch unser neuestes Tool „Auswertungen“ auf den gesamten Datenbestand der jeweiligen Labordatenbank des Kunden zugegriffen werden. Damit lassen sich dann Tabellen ganz nach den Wünschen des Kunden zusammenstellen und schöne Statistiken erstellen.

LABO: Verraten Sie uns, an welcher Weiterentwicklung Sie derzeit arbeiten?

Weiher: Gerade ausgerollt wird die Materialverwaltung mit Chargenverwaltung, bei der der Verbrauch getrackt wird und somit leere oder abgelaufene Materialien rechtzeitig nachbestellt werden können. – Auch eine der Erweiterungen, die aus neuen Akkreditierungsanforderungen hervorgegangen sind.

Wagner: Wir sehen zurzeit eine ‚McDonaldisierung‘ des Labors: Viele Labore können gegen die großen Anbieter nur noch bestehen, wenn sie höchst effizient, schnell und in immer gleich bleibender Qualität bei gleichzeitigem starken Eingehen auf individuelle Kundenwünsche arbeiten. Das hat bei uns gleich mehrere Weiterentwicklungen zur Folge: So zeigen Displays auch in kleinen Laboren die aktuellen Arbeitslisten an, informieren über vorzubereitende Proben und erinnern an Fristen. Damit einher geht das automatisierte Tracking von Proben mit QR-Codes. So wird beispielsweise eine Probe beim Einlagern in einen Kühlschrank gescannt und automatisch im System mit Zeitstempel hinterlegt.

LABO: Vielen Dank für das Interview.

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