Erste Erfahrungen aus klinischen Laboren

Analysensysteme in der Anwendung

Sechs Erstanwender von Atellica Solution-Analysensystemen haben kürzlich die Berichte ihrer jeweiligen Workflow- und Leistungsstudien vorgelegt. Die Ergebnisse übertrafen laut Hersteller Siemens Healthineers in allen Fällen die Erwartungen an Kennzahlen für den Arbeitsablauf.

Klinische Labore sind mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, einen steigenden Testbedarf zu erfüllen, die Effizienz zu verbessern und zuverlässige Ergebnisse von hoher Qualität zu liefern, während der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften1 und die Budgetbeschränkungen weiter zunehmen. Siemens Healthineers hat daher Atellica Solution2 Analysesysteme für die klinische Chemie und die Immundiagnostik auf den Markt gebracht. Sechs Erstanwender haben kürzlich die Berichte ihrer jeweiligen Workflow- und Leistungsstudien vorgelegt, die bestätigen, dass die Lösung ihr ambitioniertes Versprechen effizienterer Betriebsabläufe und einer höheren klinischen Leistung einlöst.Die Ergebnisse übertrafen in allen Fällen die Erwartungen an Kennzahlen für den Arbeitsablauf – wie Durchlaufzeit, Durchsatz und Bedienereingriffe bei Systemwartung und Qualitätskontrolle – wie auch für die Assay-Performance.

Kürzere Durchlaufzeiten
In einer Umfrage unter 300 Ärzten und Laborleitern gaben über 60 Prozent der Teilnehmer an, dass eine kürzere Durchlaufzeit für IVD-Testergebnisse den Ärzten sehr wichtig ist4, da die Ergebnisse bei über 70 Prozent der klinischen Entscheidungen Unterstützung leisten. Die Durchlaufzeit wird auch von den Protokollen der jeweiligen Einrichtung beeinflusst, doch letztlich hängt die Geschwindigkeit, in der das Labor Ergebnisse liefern kann, davon ab, wie lange die Bearbeitung eines Tests dauert; manche Assays benötigen für eine optimale Leistung eine längere Inkubationsdauer. Vor der Atellica Solution konnten sich die Testart und der Testmix nachteilig auf den gesamten Durchsatz eines Analysesystems auswirken – und somit auf die Fähigkeit, Ergebnisse innerhalb einer bestimmten Zeit zu liefern.

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Zur Lösung dieses Problems stellen manche Labore Analysesysteme und Personal eigens für die Assays ab, die eine längere Analysezeit erfordern, oder für STAT-Assays, die so schnell wie möglich bearbeitet werden müssen. Mit Atellica Solution erübrigt sich laut Siemens Healthineers das Vorhalten von Spezialanalysesystemen, und der gesamte Prozess, einschließlich des Arbeitsablaufs, wird effizienter. „Durch das Management von STAT- und Routineproben auf Atellica Solution haben die Durchlaufzeiten in Notfällen unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Die Bearbeitung von Routineproben wird dadurch nicht beeinträchtigt, die Durchlaufzeit ist sogar deutlich kürzer als es bei uns bisher der Fall war“, berichtet Dr. Malik Jlaiel, stellvertretender Direktor von LBM Bioesterel in Frankreich. Die Funktionen für das unabhängige Probenmanagement, die bidirektionale Atellica Magline Transporttechnologie und die Doppelringinkubation ermöglichen es Laboren, die Durchlaufzeiten um 22 bis 53 Prozent zu verkürzen.5

Optimierter Arbeitsablauf durch Probenintegration
Rund die Hälfte der befragten Ärzte (unter anderem Internisten) bejahten, dass Investitionen in Labortechnik stark zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse beitragen würden.4 Die Möglichkeit, in Atellica Solution STAT-Proben parallel zu Routineproben zu laden – ohne Auswirkung auf die Durchlaufzeit der Tests –, markiert einen Paradigmenwechsel für Labore, die derzeit mit speziell abgestellten Analysesystemen oder separaten, an Notaufnahmen angegliederten STAT-Laboren arbeiten.

Genau dies ist beim Labor am Hospital La Paz der Fall. „Mit der Atellica Solution verfügen wir über eine Lösung, die uns eine echte Priorisierung von eiligen Proben erlaubt, selbst wenn bereits die Bearbeitung und Analyse von Routineproben läuft, und das wird neue Organisationsformen in Laboren ermöglichen. Wir bräuchten dann keine eigene Ausrüstung speziell für STAT-Tests mehr“, ergänzt Dr. Buño Soto.

Mit Atellica Solution wird derselbe Durchsatz und dieselbe Durchlaufzeit wie bei den derzeitigen Systemen mit 33 Prozent weniger Analysesystemen erzielt.5 Diese Reduktion bedeutet, dass die Anschaffungs- und Betriebskosten für zusätzliche Analysesysteme entfallen und weniger Mitarbeiter für den Betrieb der Geräte benötigt werden.

Kundenstudien nach Leitlinien
Die sechs Kundenstudien zu Atellica Solution wurden nach den Leitlinien des Clinical and Laboratory Standards Institute durchgeführt und dienten der Beurteilung der Übereinstimmung, Präzision, Linearität und der Sensitivität im Vergleich zu den entsprechenden Angaben in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Assays. Bei LBM Bioesterel wurde unter anderem die Leistung des Atellica IM TSH3-Ultra-Assay für die Schilddrüsenfunktion im Vergleich zum Advia Centaur TSH3-UL- und zum Roche Elecsys TSH-Assay bewertet. Der TSH3-Assay wurde gewählt, weil er zu den am häufigsten angeforderten Tests gehört. Auch die Interferenz durch Biotin wurde untersucht.

Für drei Level von Kontrollen wies Atellica IM TSH3-Ultra-Assay einen Variationskoeffizienten von maximal sechs Prozent auf – niedriger als in der Gebrauchsanweisung angegeben. Die Analysezeit bis zum Ergebnis verringerte sich im Vergleich zum Referenzsystem um 22 Prozent. Der Assay zeigte eine Korrelation von über 99 Prozent mit den entsprechenden Advia Centaur- und Roche Elecsys THS-Assays. Zudem gab es keine Interferenz durch Biotin in einer Konzentration von bis zu 500 ng/ml – wohingegen der Mitbewerber-Assay durch Biotin bei 500 ng/ml erheblich gestört wurde.

„Dass wir sicherstellen können, dass unsere Methoden keinen Interferenzen unterliegen, ist sehr hilfreich für die Patientenversorgung, weil wir so keine zweite Probe entnehmen müssen und das definitive und aussagekräftige Ergebnis, das für die korrekte Versorgung des Patienten benötigt wird, schneller vorliegt“, erklärt Dr. Buño Soto.

„Ich finde die Ergebnisse in beiderlei Hinsicht wirklich hervorragend – sowohl bei den technischen Bewertungen als auch bei den Studien zur Workflow-Organisation. Am wichtigsten ist für mich aber, wie positiv meine Mitarbeiter auf Atellica Solution reagiert haben“, fügt Dr. Bedini an. „Zu sehen, wie die Mitarbeiter das System zum ersten Mal erleben und wie sie darauf reagieren – das ist für mich auch ein hervorragendes Ergebnis, weil es bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind und alle mit dem neuen System im Labor zufrieden sind.“

Die hier angesprochenen Ergebnisse wurden im Rahmen einer Poster-Präsentation beim 70. AACC Annual Scientific Meeting & Clinical Lab Expo, dem Jahrestreffen der American Association for Clinical Chemistry, in Chicago vom 31. Juli bis 2. August vorgestellt.

Ergänzende Angaben/Referenzen
1 Umfrage der American Society for Clinical Pathology zu freien Stellen in medizinischen Laboren 2016-2017.
2 Produktverfügbarkeit variiert je nach Land.
3 Die hier beschriebenen, von den Siemens Healthineers-Kunden erzielten Ergebnisse wurden in den jeweils spezifischen Kundenumgebungen erzielt. Da es kein typisches Labor gibt und viele Variablen bestehen, kann nicht garantiert werden, dass andere die gleichen Ergebnisse erzielen.
4 The Diagnostic Lab: The Hidden Jewel in the Health System; www.healthcare.siemens.com/magazine/mso-whitepaper-diagnostic-lab.html.
5 Im Vergleich zu älteren Systemen von Siemens Healthineers

Siemens Healthineers unterstützte diese Studien durch Bereitstellung der Systeme, Reagenzien und Protokolle und leistete zudem einen Beitrag bei der Datenanalyse.

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