Statt invasiver Diagnostik
Methylierungstests zur Tumorerkennung
Molekularbiologische Krebsdiagnostik könnte invasive Methoden ersetzen. Hierzu zeigt das Unternehmen Oncgnostics GmbH in Düsseldorf auf der MEDICA Lösungen. Das Biotechnologieunternehmen entwickelt informative Biomarker. Seine Methylierungstests kommen in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge zum Einsatz und sollen zukünftig auch die Diagnostik von Kopf-Hals-Tumoren anhand einer Flüssigbiopsie ermöglichen.
Tests auf Gebärmutterhalskrebs
Der Methylierungstest „GynTect“ kommt in der Gebärmutterhalskrebsdiagnostik zum Einsatz. Nach Herstellerangaben schließe dieser Test bereits Lücken in der Abklärung von Screening-Anomalien. „ScreenYu Gyn“ ist eine Weiterentwicklung von GynTect. Der Test nutzt nur eine methylierte DNA-Region, während GynTect sechs methylierte Markerregionen nachweist. Dadurch eigne sich der Test „ScreenYu Gyn“ für die Automatisierung, was neue Anwendungsbereiche ermöglicht.
Methylierungstests könnten invasive Methoden ersetzen
In einer Studie unter der Leitung von Dr. Pedro Vieira Baptista, President Elect der International Society for the Study of Vulvovaginal Disease (ISSVD), wurde der Test GynTect genutzt. Ein Ergebnis war, dass mit dem Einsatz dieses Methylierungstests in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge bis zu 75 % an Kolposkopien eingespart werden könnten.
Anhand von Flüssigbiopsien Kopf-Hals-Tumore entdecken
Noch immer stellt die Erkennung eines Tumorrezidivs im klinischen Alltag eine Herausforderung dar. Es fehle eine schnelle und einfache Diagnostik. Die Entwicklung eines Methylierungstests anhand von Flüssigbiopsien (über Speichel und Mundabstriche) soll diese Lücke schließen. Derzeit arbeitet man bei Oncgnostics an der Entwicklung weiterer Tests für Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich.
Das aus der Universitätsklinik Jena ausgegründete Biotechnologieunternehmen oncgnostics GmbH entwickelt basierend auf epigenetischen Veränderungen im Erbgut molekularbiologische Tests für die Krebsdiagnostik.
Medica 2024: Halle 3, Stand G74 (Gemeinschaftsstand des medways e.V)
Quelle: oncgnostics









