Neues Forschungsgebäude
Fraunhofer ITMP bezieht Neubau
Das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP) bezieht sein neues Forschungsgebäude auf dem Campus Niederrad in Frankfurt. Modernste Labor-Infrastruktur stärkt die interdisziplinäre Forschung zu Früherkennung, Diagnose und Therapie immunvermittelter Erkrankungen.
Zur feierlichen Einweihung des Neubaus folgten rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie sowie die am Bau beteiligten Gewerke der Einladung von Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger, dem geschäftsführenden Institutsleiter des Fraunhofer ITMP.
Das neue Forschungsgebäude soll die Expertise für Translationale Medizin bündeln und den Pharma- und Biotech-Standort Hessen stärken.
Schlüsselübergabe und feierliche Eröffnung
Im Rahmen der Veranstaltung übergab Ministerpräsident Boris Rhein symbolisch den Schlüssel an den geschäftsführenden Institutsleiter Prof. Dr. Gerd Geißlinger. Zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft und Industrie nahmen an der Zeremonie teil.
Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft, eröffnete die Veranstaltung und betonte die zentrale Bedeutung des Instituts für die Gesundheitsforschung der Fraunhofer-Gesellschaft.
„Das ITMP ist ein wesentlicher Pfeiler unserer Gesundheitsforschung. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzung, wissenschaftliche Erkenntnisse noch gezielter in konkrete Anwendungen zu überführen – mit direktem Nutzen für Patientinnen und Patienten“, so Müller-Groeling.
„Mit dem Neubau des Fraunhofer-Instituts für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP entsteht ein Ort, an dem Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft Hand in Hand arbeiten", betont Ministerpräsident Boris Rhein. „Der Neubau zeigt, welche Kraft die Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) entfalten kann. Aus einer Förderung ist ein Forschungszentrum entstanden, das die medizinische Therapie von Menschen voranbringen wird und die Wettbewerbsfähigkeit Hessens stärkt.“
Ein innovativer Standort für Translationale Medizin
Das Fraunhofer ITMP erforscht und entwickelt Wege zur Früherkennung, Diagnose und Therapie von Erkrankungen, die durch gestörte Funktionen des Immunsystems entstehen. Das Institut gliedert sich in die drei Forschungsbereiche:
- Drug Discovery
- Präklinische Forschung
- Klinische Forschung
Es versteht sich als starker Partner sowohl für die Universitätsmedizin – zur konsequenten Translation von Forschungsergebnissen in die Anwendung – als auch für die pharmazeutische und biotechnologische Industrie.
Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger betont die Synergien, die das neue Gebäude ermögliche: „Unser 4D-Konzept bringt Forscherinnen und Forscher aus dem Bereich der Medizin, der Naturwissenschaften, der Ingenieurswissenschaften und Datenauswertung zusammen – mit dem Ziel, Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung zu überführen und zu einer effizienten Gesundheitsversorgung beizutragen.“
Interdisziplinäre Zusammenarbeit unter optimalen Bedingungen
Das neue Gebäude wurde gezielt für die Bedarfe der Forschung und Entwicklung am Institut geplant. Auf rund 8.000 Quadratmetern bündelt es erstmals die wissenschaftliche und technische Expertise des Fraunhofer ITMP unter einem Dach. Die Nutzfläche von etwa 3.800 Quadratmetern auf fünf Geschossen (zzgl. Technikgeschoss) bietet Platz für 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Büros, Labore, Besprechungsräume sowie ein Seminarraum sind optimal auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit ausgerichtet.
Das energieeffiziente Gebäude wurde zu gleichen Teilen vom Land Hessen und dem Bund finanziert.
Zukunftsperspektiven für das Fraunhofer ITMP
Das Fraunhofer-Institut ging aus dem durch das Land Hessen geförderten LOEWE-Zentrum für Translationale Medizin und Pharmakologie (TMP) hervor und ist heute mit Standorten in Frankfurt am Main, Hamburg, Göttingen, Penzberg/München und Berlin vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf der Früherkennung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, die durch Fehlfunktionen des Immunsystems entstehen.
Mit dem Einzug in das neue Gebäude beginnt eine neue Phase der Forschungsarbeit: Unter optimalen Bedingungen kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter ausgebaut und die Expertise in Wirkstoff- und Diagnostikentwicklung, präklinischer Validierung sowie klinischen Prüfungen vorangetrieben werden. Der Standort Frankfurt am Main ist dabei auf die Früherkennung, Diagnose und Therapie immunvermittelter und entzündlicher Erkrankungen spezialisiert.
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft











