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Biologische Datenbanken international gewürdigt

Barbara Schick,

Auszeichnungen für DSMZ-Datenbanken

Vier internationale und drei europäische Auszeichnungen für die wissenschaftlichen Datenbanken, die Forschende am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH entwickeln, unterstreichen die globale wissenschaftliche Bedeutung des Instituts als Infrastruktur für biologische Daten.

Die Global Biodata Coalition (GBC) zeichnet Datenbanken aus, die von grundlegender Bedeutung für die weltweite naturwissenschaftliche Forschungsgemeinschaft sind. In einem restriktiven Auswahlverfahren wählt die GBC die Datenbanken aus, die in ihrem Bereich als maßgebend gelten und von hoher wissenschaftlicher Qualität sind. In ihrer zweiten Auswahlrunde hat die Organisation kürzlich 15 Biodatenbanken zu den 52 Global Core Biodata Resources hinzugefügt. Zu diesen neuen Datenbanken gehören die beiden deutschen Datenbanken SILVA und LPSN, die am Leibniz-Institut DSMZ entwickelt werden. SILVA (www.arb-silva.de) ist eine umfassende Datenbank für qualitätskontrollierte Datensätze von ribosomalen RNA (rRNA)-Gensequenzen und wird für die Identifizierung von Mikroorganismen verwendet. Die zweite aufgenommene Datenbank „The List of Prokaryotic Names with Standing in Nomenclature“ (LPSN), ist die global maßgebende Informationsquelle für prokaryotische Nomenklatur und verwandte Daten (https://lpsn.dsmz.de), wie das Leibniz-Institut DSMZ angibt. Sie ermöglicht Forschenden in aller Welt, den Überblick über die sich ständig ändernden Namen von Bakterien zu behalten.

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Die Europäische Infrastruktur für Biowissenschaften (ELIXIR) hat ein ähnliches System wie die GBC aufgebaut und zeichnet europäische Datenbanken mit dem ELIXIR Core Data Resource Award aus. Seit kurzem gehört auch die DSMZ-Datenbank BacDive, die Wissensdatenbank über Bakterienstämme, zum kleinen Kreis der 31 ELIXIR Core Data Resources, den bedeutenden europäischen Datenbanken im Bereich der Biowissenschaften.

Team, das an der "DSMZ Digital Diversity"-Plattform arbeitet. © DSMZ

Zusammen mit der BRENDA-Datenbank, der größten Datenbank zu Enzymen, sind bereits vier Datenbanken der DSMZ mit internationalen Auszeichnungen bedacht worden. Das ist eine große Anerkennung für das Team der Datenbankentwicklung an der DSMZ. Momentan erweitert das Leibniz-Institut DSMZ sein Team aus Fachleuten in den Bereichen Bioinformatik, Softwareentwicklung und Biologie, um die neue umfassende DSMZ-Plattform für digitale Diversität von Bioressourcen (https://hub.dsmz.de) weiter auszubauen. Beim Aufbau der "DSMZ Digital Diversity"-Infrastruktur werden für die wissenschaftliche Gemeinschaft weitere innovative Webdienste entwickelt sowie bestehende verbessert, um die globale Forschung durch den freien Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten voranzubringen.

Quelle: Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

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