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10 Fragen an Peter Kilz, PSS Polymer Standards Service GmbH

Das Porträt: Das Porträt

Was reizt Sie (besonders) an Ihrer jetzigen Tätigkeit? Das Spannungsfeld Geschäftsleitung und -entwicklung und Produktdesign und -konzeption. Dadurch bin ich täglich mit neuen Herausforderungen, sowohl unternehmerischer als auch wissenschaftlicher Art, konfrontiert. Weltweit betreuen wir Kunden in allen Industriebereichen sowie in Universitäten und Instituten. Zudem hat PSS viele Kooperationen für gemeinsame Entwicklungs- und Forschungsprojekte. Durch die flache Unternehmenshierarchie bietet sich für mich immer noch die Möglichkeit, direkt mit unseren Kunden und Kooperationspartnern zu arbeiten und so optimale Lösungen zu generieren. Der andere Teil meiner Arbeit ist natürlich, PSS weiterhin so zu positionieren, dass wir als global agierender Mittelständler so erfolgreich wie in der Vergangenheit arbeiten können. Dieser Teil ist zur Zeit dadurch besonders spannend, da im GPC/SEC-Markt durch Akquisitionen und Übernahme kleinerer Firmen einiges in Bewegung geraten ist. Welche Ziele haben Sie sich bzw. für Ihr Unternehmen in nächster Zeit und für die weitere Zukunft gesetzt? Zum einen natürlich die Chancen zu nutzen, die sich für uns durch die Entwicklungen im GPC/SEC-Markt in den letzten drei Jahren ergeben haben. Der Fokus von PSS bleibt weiterhin direkt auf dem GPC/SEC-Markt, wo die PSS-Kernkompentenzen vorliegen. Von der Ausrichtung her sind wir bereits sehr erfolgreich aufgestellt mit Spezialchemie, Hard- und Softwarelösungen, Consumables, einem kompletten Schulungsangebot sowie qualifizierten Services. Und das alles mit dem Vorteil, dass wir unabhängig sind und nicht auf kurzfristige Gewinne und Quartalszahlen schielen müssen. Wir verfolgen weiterhin unsere erfolgreiche, nachhaltige Strategie und können in qualitativ anspruchsvolle Produkte und vor allem in qualifizierte und engagierte Mitarbeiter investieren, die der Firma auch lange erhalten bleiben. Das honorieren unsere Kunden, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Hier wollen wir weiterhin expandieren, gerade auch in die Wachstumsregionen in Asien. Da diese Märkte natürlich auch für unsere Großkunden aus den Industriestaaten interessant sind, können wir ihnen weltweit den gewohnten Service bieten. Bei den Produktentwicklungen haben wir auch nach der Einführung des ersten kommerziellen Semi-mikro-GPC-Systems in Europa in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen zu präsentieren. Wir arbeiten weiter an neuen intelligenten Detektoren und automatisierbaren Systemen, sowie an einigen neuen Produkten, die völlig neue Anwendungsfelder eröffnen. Wo liegen die besonderen Herausforderungen für Sie? Wir bedienen schon von Anfang an sehr unterschiedliche Märkte und Kunden, von Industriekunden mit reinen Routineanwendungen bis zu Universitätskunden mit den neuesten Applikationen. Mein erklärtes Ziel ist es, für alle diese Anwender zuverlässige und einfach zu bedienende Produkte bereitzustellen, die trotzdem leistungsstark und flexibel für zukünftige Aufgaben sind. Eines meiner persönlichen Ziele war es immer, Kunden Lösungen anzubieten, die wirklich die Arbeit erleichtern und Freiräume schaffen für Dinge, die einen kreativen Kopf erfordern. Und das natürlich mit den aktuellen Methoden und mit den neuesten Möglichkeiten. Das erfordert natürlich geschickte Planung, permanente Produktpflege und vor allem auch direkten Kontakt mit den Anwendern. Unser Customer Input Management System hat sich dabei sehr bewährt und wird kontinuierlich weiter entwickelt. Weiterhin soll natürlich PSS als Spezialist und Kooperationspartner für große Anbieter ein attraktiver Partner bleiben. Was halten Sie für Ihre größten Stärken und Schwächen? Zu meinen Stärken gehört mit Sicherheit meine Zielorientierung und die Begabung, Zusammenhänge schnell zu erfassen und Lösungen auch außerhalb der Box zu erarbeiten. Diese Eigenschaften suche ich auch bei meinen Mitarbeitern und Kooperationspartnern. Hier biete ich mit meinem offenen Führungsstil Freiräume für kreative Denkansätze. Meine Ungeduld gehört sicher nicht zu meinen Stärken. Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland? In Deutschland ist der Übergang von einer Produktionsgesellschaft in eine Know-how-Gesellschaft in vielen Bereichen erfolgreich abgelaufen. Viele Firmen stehen, nach zugegeben eher schwierigen Zeiten, wieder sehr gut da und sind im weltweiten Vergleich gut positioniert und interessant für internationale Investoren. PSS ist nur ein Beispiel dafür, dass aufwändige Entwicklungen auch in Deutschland erfolgreich und wettbewerbsfähig produziert werden können. Das Investitionsklima hat sich deutlich gebessert. Viele Firmen verstärken ihre F&E-Anstrengungen, erweitern ihre Produktionskapazitäten und investieren in neue und besser qualifizierte Mitarbeiter, um ihre gute Position zu festigen. Auch bei PSS Deutschland wird weiter stark in größere Produktionsanlagen und auch in neues Personal investiert, um der gestiegenen Nachfrage Folge leisten zu können. Da PSS weltweit aktiv ist, ist für uns die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland selbst nur ein Teil unserer globalen Bewertungen. Wie wird sich die Wirtschaft in Deutschland entwickeln? Ich sehe die Entwicklung weiterhin positiv. Auch wenn jetzt der Aufschwung geringere Wachstumsraten zeigt, bin ich optimistisch, dass sich die gute Entwicklung weiter fortsetzt und die Wirtschaft gegen Jahresende wieder verstärkt wachsen wird. Die Erkenntnis, dass Deutschland auf innovative, know-how-intensive Produkte setzen muss und nicht mit Billigproduzenten erfolgreich konkurrieren kann, wird sich durchsetzen. Das wird die Wirtschaft in den nächsten Jahren antreiben. Was sind die größten Risiken/Risikofaktoren? Stillstand in der Entwicklung und der Versuch auf Ebenen zu konkurrieren, auf denen wir mit unseren Strukturen nicht gewinnen können. Deutsche Unternehmen werden nur durch innovative Produkte und Qualität weiter global erfolgreich sein können. Ohne Investitionen, auch in zufriedene und gut ausgebildete Mitarbeiter, wird das nicht möglich sein. Hier sind neue Ideen, auch in der Unternehmensführung, und ganzheitliche Ansätze gefragt. Aus welchen Technologiebereichen kommen die größten Wachstumsimpulse für die Wirtschaft? Für unser Segment GPC/SEC aus den Bereichen Nanotechnologie, Biotechnologie, Pharma, Umwelt- und Energietechnologie. Wo liegen die Märkte der Zukunft? Geographisch ist der asiatische Raum im Moment natürlich der interessanteste, zudem der südamerikanische Raum und mittelfristig Russland. Gibt es sonst noch etwas, was Sie unseren Lesern mitteilen möchten? Ich wünsche mir und uns als Gesellschaft, dass viele Menschen sich für naturwissenschaftliche Fragestellungen begeistern, um zur Verbesserung der Lebensbedingungen beizutragen. Hier gibt es noch so viel zu tun, was Kreativität, Engagement und Leidenschaft erfordert.

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