Suchmaschinenoptimierung

10 ultimative SEO-Tipps für B2B-Webseiten

Wie wichtig ist die Auffindbarkeit der Firmenwebsite über Google für Sie? Wer heute ein Online-Business betreibt oder auch nur eine Kontakt- und Informationsseite für bestehende und neue Kunden ins Web stellt, kommt an Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht vorbei. Dies gilt zu 100 Prozent auch für B2B-Webseiten.

Unterschätzen Sie nicht die Macht von Google und Co. Generieren Sie viele Websitebesucher- und Neukunden durch gute Suchmaschinen Positionen. (Bild: ©Daniel Mock – fotolia.com)

Laut einer groß angelegten Analyse auf Tn3.de erhalten selbst Magazine wie Stern.de oder Focus.de über 40 % ihrer Besucher von Suchmaschinen. Bei weniger bekannten Marken liegt der Anteil mitunter sogar über 70 %. Weiter ist durch Google selbst bekannt, dass 76 % der Internetbenutzer bei der Nutzung einer Suchmaschine eine Kaufabsicht haben.

Wer also gute Platzierungen in bekannten Suchmaschinen wie Google aufweist, kann seine Besucherzahlen und damit das eigene Umsatzpotenzial erheblich steigern. Doch wie funktioniert das eigentlich? Im Folgenden werden zehn der wichtigsten SEO-Tipps für B2B-Webseiten aufgezeigt, die Sie unbedingt wissen sollten.

https:// - Google belohnt sichere Webseiten

1. Sicherheit wird auch für Suchmaschinen immer wichtiger
Im Zuge der Überwachungsskandale rund um die NSA hat Google den Sicherheitsaspekt in Bezug auf Besucherdaten aufgegriffen. Es wurde eine Meldung veröffentlicht, nach der Webseiten mit einem https-Zertifikat im Google-Ranking mitunter bevorzugt werden könnten.

Wie stark sich dieses Kriterium auswirkt, ist bisher nicht genau zu beantworten. Da es heute jedoch kein Problem mehr darstellt, ein entsprechendes Zertifikat zu erwerben, sollten Unternehmen in diesem Bereich nicht sparen.

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2. Geordneter Quellcode kommt bei Suchmaschinen an!
Die Suchmaschine gewichtet Webseiten in ihren Rankings nicht nach menschlicher Beurteilung, sondern berechnet die Platzierung auf Basis zahlreicher Kriterien. Eines davon ist auch die Lesbarkeit des Quellcodes. Hierbei geht es aber eher darum, dass Suchmaschinen-Bots beim Crawlen der Webseite mitunter Probleme bekommen, wenn es Fehler im Quellcode gibt.

Aus diesem Grund sind Themen wie HTML5 und saubere Webseiten-Programmierung heute sehr wichtig. Darüber hinaus lassen sich durch bestimmte Tags auch Gewichtungen vornehmen. Eine sauber konstruierte Unterseite einer Webseite könnte dabei folgenden Aufbau aufweisen:

<head>Metas</head>
<body>
<header><nav>Menü</nav></header>
<section>
<article><header>h1</header>
Textabschnitt</article>
<article><header>h2</header>
Textabschnitt</article>
</section>
<footer>Footer Text</footer>
</body>

Ob man nun die Tags <section> und <article> vertauscht, spielt keine Rolle. Das Wichtigste ist eine gute Struktur nach diesem Muster. Eine gut aufgebaute Webseite erleichtert es also den Suchmaschinen, den Inhalt zu erfassen. Dies äußert sich nicht selten in einer Verbesserung der Platzierungen bei Google.

Für internationale Webseiten unverzichtbar: das hreflang Attribut.

3. Webseiten in mehreren Sprachen – wie sage ich es der Suchmaschine?
Immer mehr Unternehmen agieren heute international. In diesem Fall ist es mitunter erforderlich, die eigene Webseite in verschiedenen Sprachen und auch mit speziellem Regionalbezug anzubieten. Mittlerweile lässt sich eine Varianz der Sprachen durch technische Spezifikationen auch der Suchmaschine mitteilen. Das Ganze funktioniert mittels eines HTML-Link-Elements, welches wie folgt aufgebaut ist:

<link rel=“alternate“ hreflang=“x“>

Das x in diesem Element steht für das Sprachkürzel, welches die jeweilige Sprachversion der Webseite beschreibt. Nehmen wir an, das Unternehmen Beispiel AG nutzt die Domain Beispiel-Ag.com, die in deutscher Sprache verfasst ist. Das Unternehmen entschließt sich eine amerikanische Version auf Beispiel-Ag.com/us/ anzubieten.

Zu jeder Einzelseite auf Deutsch gibt es ein amerikanisches Pendant. Nehmen wir also die Startseiten als Beispiel. Um die Suchmaschine auf der deutschen Variante auf die amerikanische hinzuweisen, sollte der hreflang-Tag wie folgt lauten:

<link rel=“alternate“ hreflang=“en“ href=“https://beispiel-ag.com/us/“ >

Umgekehrt sollte auf der amerikanischen Version der hreflang-Tag lauten:

<link rel=“alternate“ hreflang=“de“ href=“https://beispiel-ag.com“ >

Wichtig ist es also auf jeder Seite einen Rückwärtslink zu setzen. Da es mitunter jedoch auch verschiedene Länder mit der gleichen Sprache gibt, lassen sich die Länderkürzel entsprechend erweitern. So wäre dies bei einer US-Version und einer Australischen Variante der Webseite folgendermaßen zu lösen:

USA:

<link rel=“alternate“ hreflang=“en-US“ href=“https://us.beispiel-ag.com“ >

Australien:

<link rel=“alternate“ hreflang=“en-AU“ href=“https://au.beispiel-ag.com“ >

Wichtig ist in allen Fällen jedoch, dass auf allen Webseiten das entsprechende HTML Link Element gesetzt wird. Sollten die Varianten der Webseite sich aufgrund der gleichen Sprache nur geringfügig unterscheiden, kann mittels Canonical-Tag verhindert werden, dass Google die Inhalte als Double Content missinterpretiert.

Mehrsprachigkeit von Websites ist ein sehr umfassendes Thema, wer tiefer einsteigen möchte sollte sich den Artikel von SEO-Trainee.de ansehen.

Doppelte Inhalte sind nach wie vor ein Problem für Suchmaschinen und Webseiten.

4. Doppelte Inhalte unbedingt vermeiden
Der Google-Algorithmus erkennt Texte, die sich genau gleichen oder sehr ähnlich zueinander ausfallen. Im Normalfall werden solche Dokumente im Ranking deutlich schlechter bewertet oder erhalten sogar eine Ranking-Abstrafung, die sich empfindlich auf die Besucherzahl auswirken kann.

Doppelter Inhalt kann jedoch nicht nur durch das Kopieren von ganzen Webseiten entstehen, sondern auch innerhalb eines Webauftritts ein und derselben Webseite, wenn beispielsweise folgende Dinge eintreten:

  1. Die jeweilige Domain wird mit www. und ohne angegeben
  2. Es gibt https- und http-Varianten der jeweiligen Unterseite
  3. Es existieren verschiedene Ansichten einer Webseite (z.B. Druck-Ansicht)
  4. Dynamische Elemente wie IDs sorgen für Variationen der URLs mit gleichem Content

Die Lösung für solche Probleme ist ebenfalls ein HTML Link Element, welches als Canonical-Tag bezeichnet wird. Dieses gehört in den <Head>-Bereich des Dokuments. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Es existieren folgende Webadressen (URL) mit demselben Webseiten-Inhalt:

  1. http://de.beispiel-ag.com/beispielseite.html
  2. http://de.beispiel-ag.com/?session_id=123.html

Die zweite Variante entsteht in Shops sehr häufig, um Kundendaten speichern zu können und somit den Kauf zu erleichtern. Um zu verhindern, dass Suchmaschinen nun Duplicate Content erkennen, wird ein Canonical-Tag in der zweiten Seite eingebaut:

<link rel=“canonical“ href=“http://de.beispiel-ag.de/beispielseite.html“/>

So erkennen die Suchmaschinen, dass nur die erste URL als Standardressource in den Suchergebnissen angezeigt werden soll. Darüber hinaus kann man zudem auch mit einer 301-Weiterleitung via .htaccess arbeiten. Dies ist jedoch bei umgezogenen URLs sinnvoller.

Der Title ist das erste was Besucher über Google von Ihrer Webseite sehen.

5. Mehr Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen – mit Rich Snippets wird es möglich!
Zusätzlich zu einer guten Platzierung bei Google kann man seine Positionierung in den Suchergebnissen mit weiteren Informationen zu seinem Produkt oder Unternehmen anreichern. Wer sich also schon einmal gefragt hat wie es Amazon schafft in den Google Ergebnissen diese Sterne-Bewertungen von Produkten anzeigen zu lassen, kann sich hier aufklären lassen.

Man nennt diese Suchergebnisse „Rich-Snippets“. Das Aufbereiten dieser Inhalte ist dabei ganz einfach, denn mit der Markup-Hilfe von Google können die Daten ganz einfach markiert und zugeordnet werden. Daraus lässt sich eine HTML-Vorlage erstellen, die der Programmierer nutzen kann.

Eine Ansprechende Beschreibung kann Interesse wecken und zum Klicken animieren.

6. Richtige Meta-Angaben verwenden
Die Meta-Angaben wie der Title-Tag und die Description sind sehr wichtige Elemente der Suchmaschinenoptimierung. Beide sollen zum Klicken anregen und sich von der Konkurrenz abheben.

Title SEO: Der Title-Tag wird auch als Überschrift in den Suchergebnissen angezeigt und hat einen direkten SEO-Effekt. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass dieser das relevante Keyword möglichst weit vorne aufweist. Darüber hinaus sollte ein Titel allerdings auch zum Klicken animieren und die Länge von 55 (ohne Leerzeichen) Zeichen nicht überschreiten. Gerade deshalb sind folgende Aspekte sehr wichtig:

  • Relevantes Keyword muss enthalten sein (steht ganz vorne)
  • Emotionen und Neugier wecken
  • Auf Bedürfnisse der Kunden eingehen
  • Auf eine Lösung hinweisen

Häufig erfolgreiche Einleitungen für Titel beginnen mit:

  • Keyword“…
  • Beste/r…
  • Review of…
  • Top 5…
  • Wie man…
  • Einfach…

Zum Schluss ist es üblich das Unternehmen nach einem senkrechten Strich | (AltGr + <) zu erwähnen (nur wenn das Unternehmen bekannt ist und dadurch zum Klicken anregt).

Eine Ansprechende Beschreibung kann Interesse wecken und zum Klicken animieren.

Description SEO: Im Bereich der Description ist es ebenfalls wichtig, Aufmerksamkeit zu erregen. Dies lässt z.B. mit einem Sonderzeichen wie Haken oder Pluszeichen erreichen (Vorsicht – weniger ist oft mehr).

Darüber hinaus ist es sehr hilfreich, den Title-Tag sinnvoll weiterzuführen. Eine sehr beliebte Lösung besteht darin, eine Behauptung im Titel näher zu erklären oder gar zu widerlegen. Auch Fragen im Titel können bereits mit einer kleinen Antwort versehen werden. Im Text sollte zudem auch das Hauptkeyword verwendet werden.

Hilfreiche ist es auch die Klickrate zu erhöhen, indem man weiß, was dem Kunden besonders wichtig ist. Hierzu gehören alle Alleinstellungsmerkmale (USP´s) wie z.B. (kostenloser Versand, 60 Tage Geld Zurückgarantie, 24 Stundenservice, Tiefpreisgarantie, Blitzversand …).

Des Weiteren sind Aussagen wie („Jetzt bestellen“ „Hier downloaden“…) sogenannte Call to Action Aussagen sehr effektiv. Die Description ist idealerweise 100 - 150 Zeichen lang.

7. Die richtige Überschriften-Struktur als wichtiger Baustein
Große Bedeutung erlangt heute auch die Struktur verschiedener Arten von Überschriften. Wer Informationen nach der Wichtigkeit mit Überschriften in Formaten wie:

H1 = Hauptüberschrift
H2 = Überschrift, die einen Themenbereich in einem Artikel einleitet
H3 = Überschrift, die Unterbereiche des jeweiligen Themenbereichs einleiten

strukturiert, vermittelt der Suchmaschine, dass er Inhaltlich gegliederte Informationen bietet. Dies gilt heute als wichtiges Ranking-Kriterium und kann einen Text rein optisch auch sehr aufwerten. Der Leser findet sich beim Lesen besser zurecht und kann durch die gewonnene Übersicht die Inhalte leichter erfassen.

Schnelle Webseiten werden von Suchmaschinen wie auch von Usern honoriert.

8. Ladegeschwindigkeit – Google liebt schnelle Webseiten
Die Ladegeschwindigkeit einer Webseite ist heute ein sehr wichtiges Kriterium für das Ranking bei Google. Glücklicherweise gibt der große Suchmaschinenanbieter mit dem PageSpeed-Tool bereits viele Hinweise auf Optimierungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem:

  • Browser Caching nutzen
  • CSS optimieren und reduzieren
  • Bildgröße optimieren
  • JavaScript reduzieren
  • Komprimierung nutzen (gzip)

Mit diesen Maßnahmen lässt sich der Speed der eigenen Webseite erheblich steigern. Glücklicherweise zeigt das PageSpeed-Tool von Google zudem auch gleich eine Bewertung der aktuellen Geschwindigkeit an. Auf diese Weise ist etwaiges Optimierungspotenzial sofort sichtbar.

9. Responsive Design – optimale Darstellung auf allen mobilen Geräten
Mobiles Surfen im Internet wird immer beliebter. Aufgrund der geringeren Displaygrößen bei Smartphones und Tablets müssen sich Webseiten heute entsprechend anpassen.

Wer darauf verzichtet, verprellt nicht nur mobile Nutzer, sondern wird in mobilen Suchergebnissen von Google auch schlechter gelistet. Ein Responsive Webdesign ist so konzipiert, dass es sich der Bildschirmgröße des jeweiligen Endgeräts anpasst. Auf Dudamobile.de wird ein nützliches Tool für die Anpassung eines Responsive Webdesigns zur Verfügung gestellt.

10. Offpage SEO – auch heute noch sehr wichtig!
Offpage SEO beschreibt alle Maßnahmen, die außerhalb der eigenen Webseite zur Steigerung des Ranking vorgenommen werden. Also das Setzen von Links auf anderen Webseiten zu seiner Seite. Früher hat man Links aufgebaut egal von welcher Seite, egal mit welchem Inhalt.

Heute hat Google dazugelernt und viele Webseiten in ihrem Ranking abgestraft, die nicht wertvolle, für den Leser bestimmte Inhalte verlinkt haben. Wenn Sie für Ihre Webseite Linkaufbau betreiben möchten, empfehlen wir folgende Kriterien zu beachten:

  • Das Domainalter: Domains älter als 5 Jahren verfügen über deutlich mehr Trust als frische Webseiten.
  • Ausgehende Links: Webseiten mit vielen ausgehenden Links sind oftmals (nicht immer) weniger vertrauenswürdig und deshalb weniger als Linkquellen geeignet.
  • Sichtbarkeit: Wie gut wird die linkgebende Domain bei Google gefunden? Auch dies ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Qualität eines Links. Sistrix.de gibt für jede Domain einen Sichtbarkeitsindex heraus, nachhaltige Linkbuilder sollten diesen nicht außer Acht lassen.
  • Linkumgebung: Links sollten heute aus hochwertigen Inhalten kommen und zudem thematisch zu den Inhalten der jeweiligen Unterseite passen.
  • Linkmoderation: Ein guter Link muss vor dem Klicken sagen was nach dem Klicken kommt. Solche Links werden öfter geklickt und bringen qualifizierte Besucher.

Die Königsdisziplin im OffPage SEO ist heute zudem nicht mehr das reine Linkbuilding, sondern der Bereich Content Marketing. Dabei schafft man so interessante Inhalte, dass diese von anderen Webseiten auf Nachfrage freiwillig verlinkt werden.

Für weiter Tipps oder zur Unterstützung bei der Optimierung Ihrer eigen Webseite(n) wenden Sie sich bitte an die Autoren: http://www.suchprinzip.com.

Dino Kneucker und Martin Resch sind Inhaber der SEO-Agentur SUCHPRINZIP in München

Dino Kneucker und Martin Resch sind Inhaber der SEO-Agentur SUCHPRINZIP in München: http://www.suchprinzip.com. Sie beraten Webseitenbetreiber in professionellem Online-Marketing und in Suchmaschinenoptimierung. Sie geben zudem ihr Wissen als Dozenten in den Seminaren der Münchner Marketing Akademie weiter.

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