Editorial

Das Labor wird smart

Immer öfter hört oder liest man in jüngster Zeit die Begriffe „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“. Doch was genau sollen sie zum Ausdruck bringen? Nun, „Industrie 4.0“ bedeutet, dass von der vierten industriellen Revolution die Rede ist, an deren Beginn wir uns gerade befinden.

Labo-Redaktionssitzung

Sie basiert auf dem sogenannten „Internet der Dinge“, was nichts anderes heißt, dass „Dinge“ wie Werkstücke, Maschinen, Ersatzteile, ja sogar komplette Produktionsstraßen über das Internet miteinander vernetzt sind und Daten untereinander austauschen. Die Herstellung von Waren soll dadurch effizienter, flexibler und damit auch preisgünstiger werden. Dank der Vernetzung lassen sich Wertschöpfungsketten und Logistikprozesse dann nahezu in Echtzeit steuern und optimieren.

Eine dazu analoge Entwicklung wird auch für den Laborbereich prognostiziert. Auch im „Labor 4.0“ stehen vernetzte Systeme im Vordergrund, und man spricht daher auch oft vom „smarten Labor“ oder dem „Next Generation Lab“. Hier müssen die Analysengeräte netzwerkfähig sein, damit die von ihnen gelieferten Daten schnell verarbeitet werden können und die errechneten Ergebnisse samt den jeweiligen Geräteparametern jederzeit per Inter- oder Intranet verfügbar sind. Auch eine Fernsteuerung bzw. -wartung über das Netz wird so möglich. Digitalisierung und Automatisierung sollen das Labor besser in die Unternehmensstruktur einbinden und seine Arbeitsweise effizienter machen.

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An der praktischen Umsetzung solcher Labore arbeiten zurzeit mehrere Projektgruppen aus Wissenschaftlern und Laborgeräteherstellern. Wenn Sie diese Innovationen auch live sehen möchten, so haben Sie schon bald Gelegenheit dazu: Auf der analytica vom 10. bis 13 Mai in München gehört das „Labor der Zukunft“ mit zu den Trendthemen bzw. Exponaten.

Eine interessante Lektüre und allen Messebesuchern eine erfolgreiche analytica wünscht

Jürgen Wagner, Redakteur

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