EditorialChemiegeschäft köchelt verhalten

Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am 8. März vor der Presse in Frankfurt bekannt gab, ging das Geschäftsjahr 2016 für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland mit einem „versöhnlichen“ vierten Quartal zu Ende. Die Chemieproduktion ist zwar gegenüber dem Vorquartal um 0,2 % gesunken, im Vergleich zum Vorjahresquartal aber um 1,4 % gestiegen. 

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Dr. Hans-Jürgen Hundrieser

Bei den Preisen ist es genau umgekehrt: Diese sind im vierten Quartal gegenüber dem dritten um 0,5 % gestiegen, waren aber immer noch 0,7 % günstiger als ein Jahr zuvor. Aufgrund der höheren Preise im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal verbesserte sich der Umsatz um 1,6 % auf 43,1 Milliarden Euro. Mit derzeit 446000 Mitarbeitern ist die Zahl der Beschäftigten übrigens so hoch wie ein Jahr zuvor. Für 2017 rechnet der VCI mit einem Anstieg der Produktion um 0,5 % und der Preise um 1 %, wodurch der Branchenumsatz um 1,5 % auf 185,7 Milliarden Euro steigen würde.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte auf der Pressekonferenz: „Wir leben in wirtschaftlich schwer vorhersagbaren Zeiten. Zum einen befindet sich der Welthandel weiterhin in einer Schwächephase. Zum anderen sieht sich die EU mit dem Brexit sowie zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die industrielle Nachfrage nach Chemikalien wenig dynamisch. Das deutsche Chemiegeschäft wächst langsam.“

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Etwas optimistischer blickt der Branchenverband Spectaris auf 2017: Er sieht die Deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnik im Aufwärtstrend und prognostiziert Zuwächse von knapp 5 % im Inland, wie Sie hier lesen können. Ob die Vorhersagen eintrafen, darüber berichten wir in einem Jahr :-)

Dr. Hans-Jürgen Hundrieser
Chefredakteur

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