Mikroskopie

Die Schönheit des Unsichtbaren

Am 4. Oktober 2011 fand im Rahmen der Konferenz WING. de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin die Preisverleihung des diesjährigen Fotowettbewerbs „Nano sichtbar machen“ statt. Der Wettbewerb wurde vom Nanotechnologie-Netzwerk cc-NanoBioNet e. V. (Saarbrücken), der AGeNT-D Arbeitsgemeinschaft der Nanotechnologie-Kompetenzzentren Deutschlands (Berlin) und dem Zentrum für Nanotechnologie CeNTech (Münster) ausgeschrieben.

1. Platz: Das Gewinnerbild des Fotowettbewerbs „Nano sichtbar machen“ zeigt ein Nickel-Partikel mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die durch lasergestützte Graphit-Ablation darauf wachsen. (Bild: Nicolas Souza/cc-NanoBioNet e. V.)

Eine Jury aus Vertretern der drei ausrichtenden Institutionen kürte die Preisträger. Den mit 1000 Euro dotierten ersten Preis konnte Nicolas Souza von der Universität des Saarlandes mit seinem Wettbewerbsbeitrag „Qualle“ erringen. Der zweite Preis (500 Euro) ging an Burkhard Stahlmecke, Günter Dumpich und Prof. Dr. Michael Horn-von Hoegen von der Universität Duisburg-Essen für ihr Bild „Nano-Breakdown“. Magdalena Eder vom Leibniz-Institut für Neue Materialien durfte als Drittplatzierte für ihre Aufnahme „Zieralge 1“ 250 Euro in Empfang nehmen.
Prof. Dieter Bimberg, Vorstandsvorsitzender der AGeNT-D, in seiner Laudatio: „Nanostrukturen sind für das menschliche Auge unsichtbar. Deshalb greifen Wissenschaftler zu Elektronenmikroskopen und anderen hochauflösenden Aufnahmetechniken, um ihre Geheimnisse zu lüften. Normalerweise dienen die bei der Arbeit entstehenden Aufnahmen Forschungszwecken. Aber manchmal entdecken die Forscher unter dem Mikroskop auch Schönheit.“

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Klar wird das, wenn man sich die Siegerbilder des Wettbewerbs anschaut. Sie erfüllen in beispielhafter Weise die Kriterien, die man bei der Beurteilung und Auswahl angelegt hat. Es sollten solche Abbildungen eingereicht werden, die Einblicke in die Nanowelt gewähren oder Nanoeffekte sichtbar machten, wobei die Ästhetik, die Bildkomposition und die Gestaltung der Aufnahme beurteilt wurden, nicht aber der Wert der Abbildung für die Wissenschaft.

Der Fotowettbewerb wurde von den drei Initiatoren veranstaltet, um den Forschern eine Plattform zu geben, die Dokumente ihrer Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. So werden beispielsweise die besten Arbeiten in einer Präsentation des Deutschen Museums in München gezeigt. Damit soll – über einen ästhetischen Zugang vermittelt – Interesse für die Arbeitsgebiete der Wissenschaftler und für eine der faszinierendsten Hochtechnologien der Gegenwart geweckt werden.

Ein Großteil der Faszination für die Bilder beruht auf dem Einblick in eine Welt, die unsichtbar ist, aber in zunehmendem Maße unser Leben, unseren Alltag in zahlreichen Produkten bestimmt. Die Betrachter versuchen dabei oft, über Analogien ihrer vertrauten Welt einen Zugang zum Abgebildeten und zur Nanotechnologie zu finden. Mehr über cc-NanoBioNet unter www.nanobionet.de.

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