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Aktuelle Entwicklungen im US-Bildungsstreit

Melanie Steinbeck,

US-Regierung will Verträge mit Harvard beenden

Im eskalierenden Streit mit der Elite-Universität Harvard plant die US-Regierung unter Präsident Donald Trump offenbar einen drastischen Schritt: Laut mehreren US-Medienberichten sollen sämtliche verbleibenden Verträge mit der renommierten Universität im US-Bundesstaat Massachusetts gestrichen werden.

USA, Cambridge: Das Logo der Harvard University prangt an einem Gebäude der Hochschule. © Charles Krupa/AP/dpa

Die New York Times beruft sich auf ein ihr vorliegendes Schreiben der US-Regierung, das zuständige Behörden dazu anweisen soll, bestehende Verträge mit der Universität aufzulösen. Der Gesamtwert dieser Verträge beläuft sich US-Medien zufolge auf rund 100 Millionen US-Dollar (etwa 88 Millionen Euro). Eine offizielle Bestätigung des Weißen Hauses für diese Pläne liegt bislang nicht vor.

Politischer Druck auf Universitäten in den USA

Die Regierung Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach versucht, Einfluss auf Hochschulen auszuüben, denen sie eine linksliberale Ausrichtung vorwirft. Dies betraf unter anderem Versuche, Diversitätsprogramme zu beenden. Zugleich erhob die Regierung den Vorwurf, Universitäten würden zu wenig gegen Antisemitismus unternehmen.

Hintergrund sind anhaltende propalästinensische Proteste an verschiedenen US-Universitäten im Zuge des Gaza-Kriegs. Auch wenn diese inzwischen in kleinerem Umfang stattfinden, werfen Regierungsvertreter insbesondere Harvard vor, antisemitische Vorfälle auf dem Campus zu dulden.

Harvard wehrt sich gegen Regierungsauflagen

Harvard widersetzt sich im Gegensatz zu anderen Hochschulen den weitreichenden Forderungen aus Washington – unter anderem im Hinblick auf Zulassungsverfahren, Verhaltensregeln und Personalentscheidungen. In Reaktion darauf hatte die Trump-Regierung der Universität bereits Zuschüsse in Milliardenhöhe gestrichen.

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Vergangene Woche ordnete sie zudem an, dass Harvard keine neuen ausländischen Studierenden mehr aufnehmen dürfe. Bereits eingeschriebene internationale Studierende müssten an andere Hochschulen wechseln – andernfalls drohe der Verlust ihres Aufenthaltsstatus in den USA.

Gerichtlicher Teilerfolg für Harvard

Die Universität lässt das Vorgehen juristisch prüfen – mit erstem Erfolg: Eine Richterin stoppte am Freitag per einstweiliger Verfügung den Zulassungsstopp für ausländische Studierende. Doch das letzte Wort in diesem Konflikt dürfte damit noch nicht gesprochen sein.

Quelle: dpa

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