Intermolekulare BindungenProteine mit interface add-ons
Ein bisher nicht bekanntes Konstruktionsprinzip, das wesentlich dazu beiträgt, dass Proteine in einer Zelle die jeweils richtigen Bindungspartner finden, konnte nun an der Universität Regensburg identifiziert werden.
Proteininterfaces, hier in Blau und Rot dargestellt, müssen eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. Dazu gehören z.B. der Stofftransport oder die Weiterleitung von Signalen zwischen den Interaktionspartnern. Die Summe dieser Ansprüche bedingt den Aufbau dieser Kontaktfläche. Add-ons sind Interfaceelemente, die aufgrund ihrer randständigen Lage funktionsneutral sind. Sie sorgen aber, ähnlich wie zusätzliche Elemente eines Schlüsselbartes, für spezifische Interaktionen (rechts), da die unspezifische Bindung von Proteinen mit ähnlich aufgebautem Interface unterdrückt wird (links) (© Dr. Maximilian Plach).

