Labo Online - Analytic, Labortechnik, Life Sciences
Home> Wirtschaft + Wissenschaft> Archiv> TÜV SÜD hilft beim Zulassungsverfahren

Chemikalienverordnung REACHTÜV SÜD hilft beim Zulassungsverfahren

sep
sep
sep
sep

Eine Säule der europäischen Chemikalienverordnung REACH ist die Zulassung von besonders besorgniserregenden Stoffen. Das Verfahren ist komplex. TÜV SÜD unterstützt Unternehmen dabei, frist- und sachgerecht zu handeln, um Risiken zu minimieren.

"Für 12 von derzeit 22 gelisteten, zulassungspflichtigen Stoffen laufen die Antragsfristen in diesem Jahr ab", sagt Dr. Daniel Mauder, REACH-Experte bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. "Und nur, wer die Zulassung fristgerecht erteilt bekommt, darf die betreffenden Stoffe auch nach Ablauftermin weiter herstellen oder verwenden."

Das Zulassungsverfahren unter REACH nimmt Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender in die Verantwortung. Im Fokus stehen die sogenannten besorgniserregenden Stoffe (SVHC-Stoffe = substances of very high concern). SVHC-Stoffe sind mit vergleichsweise hohen Risiken verbunden, beispielsweise weil sie als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend gelten oder sich im Körper anreichern und toxisch wirken. Das Ziel besteht darin, diese Stoffe durch geeignete Alternativstoffe oder -technologien zu ersetzen und nur solche Herstellungs- und Verwendungsarten zuzulassen, deren Risiken ausreichend beherrscht werden. Deshalb gilt eine Zulassung nicht pauschal für einen Stoff, sondern nur für beantragte und genehmigte Verwendungen des Stoffs - und das auch nur zeitlich begrenzt.

Ablauf, Fristen und Termine: strategische und wirtschaftliche Aspekte

Aufgrund der mit den SVHC-Stoffen verbundenen Risiken ist die Zulassung von Stoffen streng reglementiert. Dr. Daniel Mauder: "Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Verfahren ist unerlässlich - einerseits, um Risiken zu minimieren, andererseits, um das Vorgehen auf die individuellen Erfordernisse abzustimmen." Zunächst werden SVHC-Stoffe als solche von den EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki identifiziert. Die ECHA veröffentlicht ein zugehöriges Dossier und nach Ablauf einer Kommentierungsfrist wird der Stoff in die sogenannte Kandidatenliste - mit zurzeit 144 Stoffen - aufgenommen. Bereits mit der Aufnahme in die Kandidatenliste bestehen umfangreiche Informationspflichten zu dem betreffenden Stoff.

In einem weiteren Schritt priorisiert die ECHA die Stoffe der Kandidatenliste, die regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht wird. Im sogenannten Komitologieverfahren entscheidet die EU-Kommission über die Aufnahme der Stoffe in Anhang XIV von REACH. Der Stoff wird mit einem Ablauftermin versehen, der bis zu vier Jahre nach Aufnahme liegen kann. Die Höhe der Zulassungsgebühren richtet sich nach der Größe des Unternehmens, der Anzahl der Verwendungen und der Stoffe und nach der Anzahl der an dem Antrag beteiligten Unternehmen. Es ist also wichtig, von wem ein Zulassungsverfahren angestrengt wird und ob die Zulassung allein oder in einem Konsortium verfolgt wird.

Erfahrene TÜV SÜD-Experten helfen Unternehmen bei der fristgerechten und erfolgreichen Zulassung von besonders besorgniserregenden Stoffen. Das sorgt für Rechtssicherheit und ein wirtschaftliches Zulassungsverfahren. Weitere Informationen zu den REACH-Services unter http://www.tuev-sued.de/reach.

Anzeige
Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Prof. Dr. Marcel Leist, Professor für Alternative in vitro-Methoden an der Universität Konstanz und Leiter des „Zentrums für Alternativen zum Tierversuch in Europa“ (CAAT-Europe).

Chemikalien quergelesen„Read-across“-Verfahren bei der Chemikalientestung

Tierversuche zur Chemikalientestung können vermieden werden, wenn Forscher bereits von der chemischen Struktur eines Wirkstoffs auf dessen Eigenschaften und potenzielle Schädlichkeit schließen können.

…mehr

Tierversuchsfreie ChemikalientestungMWK fördert Kooperatives Promotionskolleg „inviTe“

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg fördert die Einrichtung des gemeinsamen Promotionskollegs „inviTe“ der Universität Konstanz und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

…mehr

Neues Urteil zur REACH-ChemikalienverordnungMeldepflicht auch für Teilerzeugnisse mit gefährlichen Stoffen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit einem aktuellen Urteil die Informationspflichten für Unternehmen verschärft. Gegenstand sind Erzeugnisse, die nach der REACH-Chemikalienverordnung Stoffe enthalten mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften (Substances of Very High Concern, SVHC).

…mehr

Chemikalienverordnung REACHUnternehmen müssen nachbessern

Mehr als die Hälfte der Registrierungsdossiers erfüllt mindestens eine der sieben überprüften Datenanforderungen nicht. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchführte.

…mehr

UMCO-Seminar für GHS und REACH in ChinaVermarktung chemischer Produkte auf dem chinesischen Markt

Die UMCO Umwelt Consult GmbH schult Unternehmen der chemischen Industrie am 28. April 2014 in Düsseldorf im Rahmen eines ganztägigen Seminars zum Thema „GHS und REACH in China – zur Vermarktung chemischer Produkte auf dem chinesischen Markt“.

…mehr
Anzeige

Mediadaten 2018

LABO Einkaufsführer

Produktkataloge bei LABO

Produktkataloge zum Blättern


Hier finden Sie aktuelle Blätter-Kataloge von Herstellern aus der Branche. Einfach durchblättern oder gezielt nach Stichwort suchen!

Anzeige

LABO Web-Guide 2016 als E-Paper

LABO Web-Guide 2016

Web-Guide 2016


- Stichwortregister

- Firmenscreenshots

-Interessante Webadressen aus dem Labor

Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Jetzt den LABO Newsletter abonnieren

LABO Newsletter abonnieren

Der kostenlose LABO Newsletter informiert Sie wöchentlich über neue Produkte, Lösungen, Technologietrends und Innovationen aus der Branche sowie Unternehmensnachrichten und Personalmeldungen.

LABO bei Facebook und Twitter