DECHEMA-Studentenpreise 2013
Sehr gut geforscht und schnell studiert
Neun Absolventen aus den Bereichen Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie erhielten am 1. Oktober 2013 im DECHEMA-Haus in Frankfurt/Main die DECHEMA-Studentenpreise 2013. Damit wurden ihre hervorragenden Abschlussarbeiten und die kurze Studiendauer gewürdigt. Die Preisträger kommen von der TU Dresden, RWTH Aachen, Universität Erlangen-Nürnberg, TU Clausthal, TU München und dem Karlsruher Institut für Technologie.
Im Fachgebiet Technische Chemie wurden M. Sc. Marion Adam, TU Dresden, und M. Sc. Rebecca Pfützenreuter, RWTH Aachen, ausgezeichnet. Marion Adam optimierte in ihrer Arbeit mit Hilfe von Stickstoff-dotierten Kohlenstoffnanoröhren Katalysatoren für die Fischer-Tropsch-Synthese. Damit können beispielsweise flüssige Kohlenwasserstoffe für die Treibstoffproduktion erzeugt werden. Rebecca Pfützenreuter beschäftigte sich mit der Veretherung von Zuckeralkoholen. Dieser Prozess spielt eine wichtige Rolle bei der Nutzung von Biomasse als Alternative zu fossilen Rohstoffen. So können auch pflanzliche Produkte eingesetzt werden, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
Im Fachgebiet Biotechnologie gingen die Studentenpreise an M. Sc. Ricarda Friebe und M. Sc. Martin Heining, beide Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Dipl.-Ing. Pascal Baumann, Karlsruher Institut für Technologie. Ricarda Friebe beschäftigte sich mit der Automatisierung von Prozessregelung und -überwachung bei der Fermentation, so dass künftig Wochenendarbeit vermieden werden könnte. Martin Heining optimierte in seiner Diplomarbeit den Lichteintrag bei Photobioreaktoren. Auf diese Weise können Mikroorganismen wie Algen und Bakterien im industriellen Maßstab zur Produktveredlung eingesetzt werden. Mit Hilfe der von Pascal Baumann entwickelten Beschichtungsmethoden für Peptidarrays können künftig Diagnosen oder Screenings auch mit sehr geringen Probenmengen durchgeführt werden.
Im Fachgebiet Verfahrenstechnik wurden die Arbeiten von Dipl.-Ing. Maik Becker und Dipl.-Ing. Henning Becker, beide von der TU Clausthal, sowie M. Sc. Clemens Koppold und M. Sc. Stefan Reinlein, beide von der TU München, ausgezeichnet. Maik Becker arbeitete an der elektrochemischen Funktionalisierung von Carbon Nanotubes. Damit wird es einfacher, die Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit speziellen Eigenschaften wie thermische oder elektrische Leitfähigkeit und mechanische Stabilität auszustatten. Henning Becker beschäftigte sich ebenfalls mit Katalysatoren für die Fischer-Tropsch-Synthese. Sein Schwerpunkt lag dabei auf den Dispersionseigenschaften und der Stabilität, so dass künftig verbesserte Katalysatoren zur Verfügung stehen. Clemens Koppold befasste sich in seiner Arbeit mit einem sicherheitstechnischen Thema. Er simulierte den Temperaturverlauf in einer Behälterwand beim Ausströmen eines Gases. Mit seinen Ergebnissen können Überdimensionierungen vermieden und die Behälter kostengünstiger beschafft werden. Stefan Reinlein entwickelte ein effizientes Verfahren zur Aufreinigung von Proteinen mit Hilfe von funktionalisierten magnetischen Nanopartikeln. Damit können in der Bioverfahrenstechnik Produkte besser gereinigt werden.
Die DECHEMA-Studentenpreise werden seit 1994 jährlich vergeben und sollen zur Effizienzsteigerung des deutschen Hochschulstudiums beitragen.









