Dr. Amber Hartman Scholz gewählt

Melanie Steinbeck,

Lenkungsausschuss des Multilateralen Mechanismus für digitale Sequenzinformationen

Die Leiterin der Abteilung Science Policy und Internationalisierung am Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Dr. Amber Hartman Scholz, ist in den Lenkungsausschuss des neuen Multilateralen Mechanismus (MLM) zur gerechten Aufteilung von Vorteilen aus der Nutzung digitaler Sequenzinformationen (DSI) berufen worden. Als Vertreterin wissenschaftlicher Einrichtungen bringt sie künftig die Perspektive der Forschung in dieses international bedeutsame Gremium ein.

Dr. Amber Hartman Scholz, Leiterin der Abteilung Science Policy und Internationalisierung. © DSMZ

Der Mechanismus wurde im Rahmen des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt (CBD) entwickelt, um einen gerechten Zugang zu den Vorteilen aus DSI – also digitalisierten genetischen Informationen wie DNA-, RNA- oder Proteindaten – zu gewährleisten. Bei der 16. Vertragsstaatenkonferenz (COP16) in Cali, Kolumbien, wurden die Rahmenbedingungen konkretisiert. Ziel ist es, einen Beitrag zur Finanzierung globaler Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität zu leisten.

Insgesamt hatte das Sekretariat des Übereinkommens 95 Nominierungen für den Lenkungsausschuss erhalten, darunter 11 aus dem akademischen Sektor. Der Ausschuss soll unter anderem die Aktivitäten des neu geschaffenen „Cali-Fonds“ überwachen und Leitlinien zur fairen Verteilung der Mittel erarbeiten. Zudem berät er die Vertragsstaatenkonferenz und entwickelt Indikatoren zur Bewertung der Wirksamkeit des Mechanismus – in Einklang mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming und Montreal. Bereits jetzt hat ein DSMZ-geführtes Projekt (ET-NMBS) hier wichtige Beiträge geliefert.

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Ein zentrales Ergebnis der COP16 war die Entscheidung, dass der Zugang zu DSI weiterhin offen und uneingeschränkt für die Forschung möglich bleibt. Damit wurde eine wichtige Grundlage für den wissenschaftlichen Austausch und den Fortschritt in der biologischen und medizinischen Forschung gesichert – ohne neue Hürden für Forschende.

Mit der Berufung von Dr. Amber Hartman Scholz wird das DSMZ auch künftig aktiv an der internationalen Gestaltung von Rahmenbedingungen für die Nutzung biologischer Daten beteiligt sein. Für die wissenschaftliche Gemeinschaft ist dies ein starkes Signal: Die Stimme der Forschung bleibt bei der Ausgestaltung globaler Biodiversitätsstrategien hörbar.

Quelle: Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

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