Fresenius-Preis

Barbara Schick,

Kathrin Breuker ausgezeichnet

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht Associate Professor Dr. Kathrin Breuker, Universität Innsbruck, den Fresenius-Preis. Sie erhält die Auszeichnung, die mit einer Goldmedaille sowie einem Preisgeld in Höhe von 7 500 Euro verbunden ist, für besondere Verdienste um die analytische Chemie. Kathrin Breuker erhält den Fresenius-Preis insbesondere für ihre Leistungen auf dem Gebiet der biomolekularen Massenspektrometrie, einem Verfahren zur Bestimmung der Masse von Biomolekülen. Sie entwickelte innovative Methoden zum Studium komplexer molekularer Systeme. Dazu gehören native Proteinstrukturen, die Faltung und Entfaltung von Proteinen in der Gasphase sowie die Dissoziation (Zerfall) von Proteinen und Nukleinsäuren (RNA). Dafür verwendete Breuker hochauflösende Massenspektrometrie (FT-ICR-MS, eine Technik zur präzisen Massenbestimmung) und verschiedene Fragmentierungsmethoden, die Moleküle in kleinere Teile zerlegen. Ihre Arbeiten liefern grundlegende Erkenntnisse über die Eigenschaften von Biomakromolekülen in der Gasphase.

Zur Person

Associate Prof. Dr. Kathrin Breuker. Bild: privat © privat

Kathrin Breuker schloss 1994 ihr Studium der Physik an der Universität Münster mit dem Diplom ab. Anschließend wechselte sie an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Schweiz, wo sie 1999 promovierte. Nach Postdoc-Aufenthalten an der Cornell University, Ithaca, USA, und in Innsbruck, Österreich, begann sie 2002 zunächst als Arbeitsgruppenleiterin an der Universität Innsbruck. Nach dem Erlangen ihrer Venia Docendi in Biophysikalischer Chemie war sie dort ab 2014 als Assistenzprofessorin tätig. Seit 2019 ist Breuker Associate Professor am Institut für Organische Chemie der Universität Innsbruck. Ihre Forschung wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und gefördert.

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Darüber hinaus engagiert sich Breuker in wissenschaftlichen Gremien, insbesondere in der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS), und knüpft aktiv internationale Netzwerke. Sie ist Juryvorsitzende für den Preis "Massenspektrometrie in den Biowissenschaften" und Mitglied der Jury für den Mattauch-Herzog-Preis der DGMS.

Weitere Preise gehen an: Professor em. Dr. Wolfgang Lindner, Universität Wien, Österreich (Clemens-Winkler-Medaille); Prof. Dr. Johanna Irrgeher, Montanuniversität Leoben, und Prof. Dr. Kevin Pagel, Freie Universität Berlin (Fresenius Lectureship 2024–2026); Dr. Anika Retzmann, University of Calgary, Kanada (Fachgruppenpreis Analytische Chemie); Dr. Thorsten Teutenberg, Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e.V. (IUTA), Duisburg (Gerhard-Hesse-Preis); Dr. Andrea Teuber, Universität Ulm (Preis des Deutschen Arbeitskreises für Analytische Spektroskopie, DAAS).

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker

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