Kampf gegen Blutkrebs

DKMS Stiftung Leben Spenden fördert junge Wissenschaftler

Zum Internationalen Tag der Wissenschaft am 10. November lädt die DKMS Nachwuchswissenschaftler dazu ein, sich um die begehrten John Hansen Research Grants – die vier Stipendien der DKMS Stiftung Leben Spenden – zu bewerben.

Im DKMS Life-Science-Lab prüft eine Mitarbeiterin ein vorbreitetes Blutprobenpanel auf den korrekten Füllstand. © DKMS

Dotiert sind die Grants mit jeweils 240 000 Euro. Das Forschungsgebiet des einzureichenden Projekts soll im Bereich der Therapie durch Stammzelltransplantation liegen und zum Ziel haben, den Kampf gegen Blutkrebs nachhaltig und wirksam zu unterstützen und voranzubringen. Die Bewerbungsfrist endet am 8. Januar 2020.

Die DKMS, weltweit größte Stammzellspenderdatei, setzt sich mit einem eigenen Forschungsteam, einem Hochleistungslabor in Dresden und verschiedenen Forschungsprogrammen auch auf der medizinisch-wissenschaftlichen Ebene dafür ein, immer mehr Menschen mit Blutkrebs eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen. „Stammzellspender zu registrieren, reicht uns nicht aus“, sagt Marcel van den Brink, Vorstandsvorsitzender der DKMS Stiftung Leben Spenden. „Genauso wichtig ist es, den medizinischen Fortschritt in diesem Bereich voranzutreiben.“

Ein wichtiger Baustein ist dabei die Nachwuchsförderung: Die John Hansen Research Grants (bis 2019: Mechtild Harf Research Grants) gehen seit 2015 jedes Jahr an bis zu vier talentierte Nachwuchswissenschaftler. Dotiert sind die Stipendien mit 240 000 Euro je Preisträger, verteilt auf einen Zeitraum von drei Jahren. Voraussetzung für die Bewerbung ist unter anderem ein Doktorgrad, dessen Erreichung höchstens acht Jahre zurückliegen darf. Das Forschungsgebiet des einzureichenden Projekts soll im Bereich der Therapie durch Stammzelltransplantation liegen und zum Ziel haben, den Kampf gegen Blutkrebs nachhaltig und wirksam zu unterstützen und voranzubringen.

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Fühere Stipendiaten

Im Jahr 2019 gingen die Stipendien der DKMS Stiftung Leben Spenden an vier junge Frauen, unter anderem an die 32-jährige Wissenschaftlerin Dr. Katarina Riesner. Sie ist Postdoktorandin der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie an der Berliner Charité. Mithilfe ihres Stipendiums forscht sie derzeit an der Fragestellung, welche Rolle die Endothelzellen für den Schutz vor der gefürchteten Graft-versus-Host-Disease (Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit) spielen könnten. „Die letzten Jahre der Forschung auf diesem Gebiet haben gezeigt, dass da ein Zusammenhang besteht, allerdings haben sich bisher noch keine Behandlungsmöglichkeiten etabliert. Daher freue ich mich besonders, dass wir durch das Stipendium der DKMS Stiftung Leben Spenden die Möglichkeit bekommen haben, diese Forschung mehr in den Fokus zu rücken und dringend benötigte Alternativbehandlungen gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung zu erforschen.“

John A. Hansen – Pionier und vielfacher Lebensretter

Auch der Namensgeber der Grants, John A. Hansen, war zeitlebens den Ursachen und der Bekämpfung der gefürchteten Graft-versus-Host-Disease auf der Spur. Hansen war herausragender Onkologe, exzellenter Immungenetiker am renommierten Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle und empathischer Mediziner mit Herz. Mit seinen herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der hämatopoetischen Stammzelltransplantation trug er maßgeblich dazu bei, die Wirksamkeit und Sicherheit von Blutstammzell- und Knochenmarktransplantationen zu erhöhen – und schenkte damit zahlreichen Patienten eine neue Chance auf Leben.

Als langjähriges Mitglied des Stiftungsvorstandes der DKMS Stiftung Leben Spenden und Mitglied im Medizinischen Beirat der DKMS war er der DKMS-Familie zutiefst verbunden. Nachdem Hansen am 31. Juli 2019 im Alter von 76 Jahren verstorben war, wurden die Mechtild Harf Research Grants deshalb ihm zu Ehren umbenannt. „Wir sind John Hansen zutiefst dankbar für das, was er als Mediziner, Forscher und Mensch geleistet hat“, so der Stiftungsratsvorsitzende Marcel van den Brink. „Seine Persönlichkeit und seine Expertise im Kampf gegen den Blutkrebs an unserer Seite zu wissen, war für uns eine große Ehre und ein Geschenk. Was er erreicht hat, wird auch die kommenden Generationen prägen und inspirieren.“

Weitere Informationen zum John Hansen Research Grant unter: dkms.org/john-hansen-grant

Quelle: DKMS

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