Ausstellung und Online-Vorträge

Röntgen-Jubiläumswoche findet in reduzierter Form statt

Vor 125 Jahren entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen an der Universität Würzburg die nach ihm benannten Strahlen. Es wird eine Ausstellung und Online-Vorträge geben.

Eine Büste Wilhelm Conrad Röntgens aus der Würzburger Röntgen-Gedächtnisstätte. © Robert Emmerich / Universität Würzburg

Im diesem Jahr feiert die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg ein Doppeljubiläum: 125 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen und 175 Jahre Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen. Der Physikprofessor stieß am Abend des 8. November 1895 in seinem Labor an der Uni Würzburg auf eine neue Art von Strahlen. Genoss der Forscher bis zu diesem Zeitpunkt bereits in internationalen Fachkreisen ein hohes Renommee als Experimentalphysiker, so katapultierte ihn seine revolutionäre Entdeckung über Nacht in das Rampenlicht der globalen Öffentlichkeit und machte ihn zum Träger des ersten Nobelpreises für Physik. 

Ursprünglich hatte die JMU ein vielseitiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die ab April geplanten Veranstaltungen auf September verlegt – im Rahmen einer Röntgenwoche zwischen dem 23. und 26. September 2020. Aufgrund der Zunahme an Coronafällen in Würzburg hat die Universität nun jedoch beschlossen, einen Teil der Veranstaltungen der Röntgenwoche abzusagen. Die Röntgenausstellung am Marktplatz und sämtliche Online-Vorträge finden statt. Auch ein neues Event kommt hinzu.

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Die Absage betrifft die als Highlight geplante Wissenschaftsshow mit Harald Lesch und den Physikanten „Röntgens Kosmos“ in der s.Oliver-Arena (23. September 2020), die Veranstaltung „Wein und Wissenschaft“ im Innenhof der Neubaukirche (26. September 2020) sowie den Schülerwettbewerb „Exciting Physics 2020“ (ab 23. September 2020).

Ausstellung und Online-Vorträge bleiben bestehen
Ein Teil des Programms der Röntgenwoche bleibt bestehen: Die Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“ findet wie geplant zwischen dem 23. und 26. September 2020 in einem Ausstellungszelt am Unteren Marktplatz statt. Ermöglicht wird dies durch ein strenges Hygienekonzept sowie einer Beschränkung der Anzahl an Besucherinnen und Besuchern.

Auch sämtliche Vorträge finden weiterhin statt. Allerdings nicht live in der Neubaukirche, sondern auf der Online-Plattform Zoom. So werden von Mittwoch bis Freitag zur Mittagszeit mehrere Vorträge für Schülerinnen und Schüler geboten, unter anderem zu spannenden Themen wie „Röntgenastronomie – Ein neuer Himmel im Lichte Röntgens“ oder „Röntgen- und Kinotechnik in der Kultur um 1900“. Abends sowie ganztägig am Samstag sind Vorträge für alle Interessierten geplant. Hier geht es zum Beispiel um „Die „Erforschung des Corona-Virus mit Röntgenstrahlen“ oder „Der Durchblick des Jahrhunderts – Welt und Menschenbilder seit den Tagen von Röntgen“.

Eine stets aktuelle Übersicht aller Veranstaltungen gibt es auf der Homepage der JMU (https://www.uni-wuerzburg.de/roentgen2020/). Durch Corona kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen, Interessierte sollten sich daher vor den jeweiligen Terminen informieren, ob die Veranstaltung stattfindet.

Neu: Das Röntgenmobil kommt nach Würzburg
Neu ist, dass am Freitag und Samstag, 25. und 26. September, das Röntgenmobil bei der Ausstellung am Würzburger Marktplatz Halt machen wird. Am Freitag wird dort ab 14 Uhr das Thema „Röntgen mit dem Speicherfolienscanner“ auf dem Programm stehen. Dabei zeigen Fachleute, wie genau der Röntgenvorgang mit dem Scanner in der Praxis funktioniert. Am Samstag wird zwischen 10 und 15 Uhr das Thema „Infrarotstrahlung – Versteckt und dennoch sichtbar“ im Fokus stehen. Hier kann jeder ein Bild von sich durch eine Infrarotkamera machen und erraten, welche Materialien ein Infrarotstrahl durchdringen kann.

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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