Sartorius: Halbjahreszahlen 2014

Mehr Aufträge, Umsatz und Gewinn

Das Göttinger Unternehmen Sartorius hat das erste Halbjahr 2014 mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen. So stieg der Auftragseingang wechselkursbereinigt um 8,9 %, der Konzernumsatz erhöhte sich um 7,8 %. Auch der operative Konzerngewinn legte um 4,8 % zu; die entsprechende Gewinnmarge lag nach sechs Monaten bei 19,1 %.

„Im Konzern liegen wir nach sechs Monaten insgesamt auf Kurs“, kommentierte Sartorius-Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg das Halbjahresergebnis.

"Im Konzern liegen wir nach sechs Monaten insgesamt auf Kurs", sagte der Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg. "Unsere größte Sparte Bioprocess Solutions bewegt sich am oberen Ende unserer Erwartungen, auch weil sich die jüngsten Zukäufe sehr gut entwickeln. In der Laborsparte haben in der ersten Jahreshälfte die Bereinigungen unseres Produktportfolios wie prognostiziert eine dämpfende Rolle gespielt; hier erwarten wir eine stärkere Dynamik in der zweiten Jahreshälfte. Die Industriesparte hat nach dem schwachen Jahresauftakt wieder deutlich Fahrt aufgenommen."

Der Umsatz legte mit 7,8 % (nominal +5,7 %) deutlich zu und erreichte 466,3 Mio. Euro nach 441,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf die Sparten zeigte Bioprocess Solutions weiterhin eine hohe Wachstumsdynamik. So erhöhte sich der Auftragseingang trotz der hohen Vergleichsbasis durch ein starkes erstes Halbjahr 2013 um 11,5 % (nominal +9,4 %) auf 304,9 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 15,8 % (nominal +13,7 %) und lag bei 291,1 Mio. Euro. Neben einem guten Geschäft mit Einwegprodukten trugen hierzu vor allem die jüngsten Unternehmenszukäufe in den Bereichen Zellkulturmedien und Mini-Bioreaktoren bei.

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In der Laborsparte erhöhte sich der Auftragseingang um 4,0 % (nominal +1,4 %) auf 132,3 Mio. Euro. Der Umsatz lag mit 128,5 Mio. Euro noch etwas unter dem Wert des Vorjahres (-2,7 %; nominal -5,1%). Hier wirkte sich die Bereinigung des Portfolios um einige nicht-strategische Produkte aus, zudem zeigte sich das Marktumfeld insbesondere in Asien schwächer als erwartet.

In der kleinsten Konzernsparte Industrial Technologies zog das Geschäft nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal spürbar an. So erhöhte sich der Auftragseingang um 6,9 % (nominal +4,9 %) auf 51,4 Mio. Euro. Der Umsatz lag im ersten Halbjahr 2014 mit 46,7 Mio. Euro noch um -4,8 % (nominal -6,4 %) unter dem Vorjahreswert.

Regional betrachtet kamen die stärksten Wachstumsimpulse mit einem Plus von 22,4 % erneut aus Nordamerika; in dieser Region spielten die Beiträge aus Akquisitionen eine überdurchschnittlich große Rolle. Der Umsatz mit Kunden in Asien erhöhte sich um 6,9 %, in Europa um 4,5 % (Alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Konzerngewinn weiter erhöht
Auf die Gewinnentwicklung hatten die gegenüber dem Vorjahr ungünstigeren Währungsrelationen einen etwas dämpfenden Einfluss, dennoch konnte der Sartorius-Konzern das operative EBITDA um 4,8 % auf 88,8 Mio. Euro steigern. Die entsprechende Marge lag bei 19,1 % und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 19,2 %.

Der Ergebnisbeitrag der Sparte Bioprocess Solutions kletterte um 15,1 % auf 66,9 Mio. Euro, die entsprechende Marge stieg auf 23,0 % nach 22,7 % im Vorjahreszeitraum.

Die Laborsparte verbuchte ein operatives EBITDA von 18,1 Mio. Euro (Vorjahr 22,7 Mio. Euro); dies entspricht einer Marge von 14,1 % (Vorjahr 16,8 %).

Das operative EBITDA der Sparte Industrial Technologies lag bei 3,9 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. Euro), die entsprechende Marge erhöhte sich von 8,0 % auf 8,3 %.

Inklusive Sondereffekten in Höhe von -3,4 Mio. Euro (Vorjahr -3,2 Mio. Euro) sowie Abschreibungen lag das EBIT des Konzerns bei 59,6 Mio. Euro (+0,8 %), die entsprechende Marge bei 12,8 % nach 13,4 % im Vorjahr. Der maßgebliche Konzernnettogewinn belief sich auf 31,3 Mio. Euro (Vorjahr 32,3 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein Gewinn je Stammaktie von 1,82 Euro (Vorjahr 1,88 Euro) bzw. je Vorzugsaktie von 1,84 Euro (Vorjahr 1,90 Euro).

Gesamtjahresausblick
Auf Grundlage der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2014 bestätigte die Unternehmensleitung ihre Wachstums- und Ertragsprognose für den Konzern. So erwartet Sartorius auf Basis konstanter Wechselkurse für das Gesamtjahr weiterhin einen Umsatzanstieg von 8 % bis 10 % und eine Erhöhung der operativen EBITDA-Marge von 19,5 % im Vorjahr auf rund 20,0 %.

Das Unternehmen rechnet für Bioprocess Solutions nunmehr damit, das obere Ende der bisher kommunizierten Bandbreite von 12 % bis 15 % Umsatzwachstum zu erreichen. Hinsichtlich der Profitabilität wird weiterhin ein Anstieg der operativen EBITDA-Marge auf rund 23,5 % prognostiziert (Vorjahr 23,0 %).

Für die Sparte Lab Products & Services erwartet Sartorius eine Umsatzsteigerung am unteren Ende des bisherigen Korridors von 1 % bis 4 % und eine operative EBITDA-Marge von rund 15,0 % (bisherige Prognose: rund 16,5 %). Die Sparte Industrial Technologies plant ebenfalls, das untere Ende der bisherigen Wachstumsprognose von 1 % bis 4 % zu erreichen und rechnet dabei unverändert mit einer Erhöhung der operativen EBITDA-Marge auf rund 10,5 % nach 10,1 % im Vorjahr.

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