Stahlproduktion mit Wasserstoff

Melanie Steinbeck,

BAM erforscht klimafreundliche Alternativen

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) arbeitet mit Partnerinstitutionen im europäischen ZEROSTEEL-Projekt daran, die CO-Emissionen in der Stahlproduktion zu senken. Durch den Einsatz von Wasserstoff und erneuerbaren Energien soll die Stahlproduktion nachhaltiger gestaltet werden. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Programms Horizon Europe gefördert.

Die BAM untersucht im ZEROSTEEL-Projekt u.a. die wasserstoffbasierte Direktreduktion von Eisenerz im industriellen Maßstab. © BAM

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) arbeitet mit Partnerinstitutionen im europäischen ZEROSTEEL-Projekt daran, die CO-Emissionen in der Stahlproduktion zu senken. Durch den Einsatz von Wasserstoff und erneuerbaren Energien soll die Stahlproduktion nachhaltiger gestaltet werden. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Programms Horizon Europe gefördert.

Die weltweite Stahlindustrie ist für etwa acht Prozent der CO-Emissionen auf dem Globus verantwortlich. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage nach Stahl und der Notwendigkeit, die Klimaziele der EU zu erreichen, ist die Umstellung auf eine grüne Stahlproduktion unerlässlich.

Eine besondere Rolle kommt dabei Wasserstoff zu, der anstelle von Kohlenstoff verwendet werden soll, um Eisenerz zu reduzieren und somit den Treibhausgasausstoß der Stahlproduktion drastisch zu senken. Im Gegensatz zur herkömmlichen Methode entsteht dabei lediglich Wasser als Nebenprodukt.

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Im ZEROSTEEL-Projekt führt die BAM Laborexperimente zur wasserstoffbasierten Direktreduktion von Eisenerz durch, um zu untersuchen, wie der Prozess weiter optimiert werden kann. In einer Pilotanlage wird sie testen, ob er auch im industriellen Maßstab funktioniert. Sie wird zudem die Schmelzreduktion von Eisenerz mit Wasserstoffplasma als alternatives Verfahren untersuchen. Und sie testet den Einsatz klimaneutraler Kohlenstoffträger wie Biokohle, um die CO-Emissionen der Stahlproduktion weiter zu reduzieren.

Das ZEROSTEEL-Projekt vereint eine Vielzahl internationaler Partner aus Industrie und Forschung in Europa, darunter u.a. die Technische Universität Bergakademie Freiberg, das Centre National de Recherche Scientifique in Frankreich und die Technische Universität Wien.

Quelle: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

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