Grundlagenforschung für die Anwendung

Wolfgang Schnick erhält die Liebig-Denkmünze

Professor Dr. Wolfgang Schnick von der Ludwig-Maximilians-Universität München wird für seine Leistungen in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung ausgezeichnet.

In Saarbrücken findet vom 14. bis 17. September die 130. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) statt. Traditionell trägt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit einer wissenschaftlichen Sitzung und einer Festveranstaltung mit Verleihung der Liebig-Denkmünze zu der Veranstaltung bei. Preisträger ist in diesem Jahr Professor Dr. Wolfgang Schnick von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Wolfgang Schnick erhält die Liebig-Denkmünze. © GDCh

Die GDCh würdigt damit Schnicks bahnbrechende Arbeiten bei der Synthese anorganischer Materialien mit p-Blockelementen. Mit seiner Forschung hat der kreative Ausnahmewissenschaftler über die Fachgrenzen hinaus neue Maßstäbe im Bereich der Leuchtstofftechnologien gesetzt. So führten seine Forschungsergebnisse unter anderem zu den Hauptkomponenten für warmweiße Hochleistungs-LEDs sowie LED-Lichtquellen in der Automobilindustrie.

Schnick, geboren 1957 in Hannover, schloss sein Studium der Chemie an der Universität Hannover 1986 mit der Promotion ab. Nach seiner Habilitation in Anorganischer Chemie an der Universität Bonn trat er 1993 eine Professur für Anorganische Chemie an der Universität Bayreuth an. Seit 1998 ist Schnick Professor für Anorganische Festkörperchemie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Schwerpunkt seiner Forschung ist die anorganische Festkörperchemie und Materialforschung. Dabei entwickelt er komplexe Nitride von Hauptgruppen-Elementen, wie Kohlenstoff, Silizium oder Phosphor, in Kombination mit Alkali- und Erdalkalimetallen, Seltenerdmetallen und/oder Wasserstoff. Für seine grundlegenden wissenschaftlichen Leistungen wurde Schnick unter anderem mit dem Otto-Klung-Preis der Freien Universität Berlin, dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wilhelm-Klemm-Preis der GDCh ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er sowohl in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

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Die Preisverleihung erfolgt am 17. September im Rahmen der GDCh-Festsitzung, die vom GDCh-Präsidenten Dr. Matthias Urmann eröffnet wird. Nach der Verleihung spricht der Preisträger über „Explorative Grundlagenforschung und industrielle Anwendung – Widerspruch oder erstrebenswerte Konsequenz?“.

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