ABB auf der ACHEMA 2015

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Die Industrie steht am Beginn einer revolutionären, ganz neuen Form der Wertschöpfung. Die Nutzung des „Internets der Dinge, Dienstleistungen und Menschen“ – in Deutschland verkürzt „Industrie 4.0“ genannt – wird zunehmend auch in der Prozessindustrie neue Wege zur Steigerung der Produktivität eröffnen.

ABB zeigt mit ihrem umfassenden Portfolio an branchenspezifischen Produkten und Dienstleistungen auf der diesjährigen ACHEMA in Frankfurt, wie Kunden aus den verfahrenstechnischen Industrien gerade durch die rasant zunehmende Digitalisierung aller Betriebsbereiche Produktionsleistung und Flexibilität steigern können mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Im Zentrum der ABB-Präsentation in Halle 11, Stand A61 stehen vier Szenarien auf dem Weg zu Industrie 4.0. FIBA (Field Installed Base Analyzer) und FIBA+ stellen innovative Wartungskonzepte für Analysenmessgeräte basierend auf QR-Codes vor. Sie erlauben eine schnelle und einfache Erfassung der wesentlichen Gerätedaten und ermöglichen über eine internetbasierte Tablet-App eine geführte Entstörung und Wartung der Analysengeräte.

Ganz im Zeichen eines der diesjährigen ACHEMA-Fokus-Themas PAT (Process Analytical Technology) steht das Szenario und Exponat zum ADI-Connect (Analyzer Device Integration). Mithilfe eines präzisen Prozessanalysators, einem FT-NIR-Online-Reaktionsmonitors von ABB werden über das ADI-Connect multivariate Daten in ein chemometrisches Modell eingespeist und von dort an das übergeordnete Leitsystem geleitet. Das chemometrische Modell ist ein mathematisches Abbild des verfahrenstechnischen Prozesses. Die Analysatordaten werden in dem Modell verarbeitet und erlauben einen Vergleich mit einem optimalen Produktionsverlauf. Daraus abgeleitet wird im Prozessleitsystem für das Bedienpersonal eine Darstellung erzeugt, die vorausschauend die Qualität des Produktes wiedergibt. So lassen sich frühzeitig suboptimale Prozessverläufe erkennen und gegebenenfalls verhindern.

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Ein weiteres Industrie-4.0-Szenario zielt auf hochwertige Dienstleistungen für das Prozessleitsystem. Die so genannten Decathlon-Services sorgen für die Bereitstellung und Auswertung von Prozess- und Asset-Informationen zur Steigerung der Effizienz und Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Über sogenannte Dashboards können wichtige Kennzahlen (KPI) übersichtlich und interaktiv visualisiert werden. Darüber hinaus bieten Decathlon-Apps die Möglichkeit die vorhandenen Daten zu nutzen, um die Produktivität der Anlage zu verbessern. Beispiel sind Energiemonitoring, Alarmmanagement, Loop-Monitoring u.a.m.

Als eine weitere Dienstleistung präsentiert ABB das ganzheitliche Serviceangebot für eine bessere Effizienz von rotierenden Maschinen einer Anlage. Neben der Analyse und der Identifikation von Optimierungsmaßnahmen bei Antrieb, Maschine und Prozess wird auch die internetnahe Überwachung kompletter Antriebsstränge vorgestellt. Das intelligente System ermittelt den aktuellen Zustand eines Motors in seiner speziellen Umgebung und ermöglicht damit die Erstellung spezifischer Wartungspläne.

Daneben zeigt ABB auch wieder eine Reihe innovativer Produkte und Services. Ab Mai steht das erste auf dem neuen FDI-Standard basierende Gerätemanagement-Tool namens FIM (Field Information Manager) auf der ABB-Homepage zum Download bereit. Mit dem Geräte-Paket für alle Anwendungsfälle, den gemeinsamen Host-Komponenten und dem Usability Guide erfüllt die FDI-Spezifikation die wichtigsten Nutzeranforderungen. In weniger als drei Minuten installiert, unterstützt es die Integration nicht-proprietärer FDI Common Host Components.

Selbstverständlich zeigt ABB auch die neuesten Versionen seiner beiden Prozessleitsysteme für die Prozessindustrie. Freelance 2015 verfügt über neue Möglichkeiten zur redundanten Auslegung des Leitsystems zur Steigerung der Verfügbarkeit. Die neuen Platz sparenden I/Os der Serie S950e bestechen durch ihre deutlich verringerte Baugröße. Als Herzstück einer jeden verfahrenstechnischen Produktionsanlage trägt die Version 6.0 des Systems 800xA zur Erhöhung der Sicherheit, zur Senkung der Betriebskosten und zur Steigerung der Produktivität bei. Neu ist u.a. die Verwendung der Microsoft-Betriebssysteme Server 2012 und Windows 8.1. Sie bieten neue Möglichkeiten zur rollenbasierten Installation, was den Umfang der Hardware-Installationen reduziert. Im Bereich der Rezepturverarbeitung bietet die Version 6.0 besonders für große Batchprozesse mit paralleler Batch-Verarbeitung eine deutlich gesteigerte Performance.

Der Bereich Messtechnik-Produkte zeigt eine Reihe von Neuheiten, darunter die neuen Vortex-/Swirl-Wirbeldurchflussmessgeräte oder das neue Coriolis-Gerät FCB400. Von besonderer Bedeutung sind jedoch die drahtlosen Feldgeräte zur Temperatur- und Druckmessung. Erstmals sind die industrietauglichen drahtlosen WirelessHART-Geräte auch als „Energy Harvester“ erhältlich, d. h. die Energieversorgung erfolgt nicht über einen Stromspeicher, sondern über die Energieumwandlung von Temperaturdifferenzen. Die rein batteriegestützte Drahtlos-Technologie verspricht durch die stark vereinfachte Installation deutliche Kostenvorteile. ABB zeigt, dass nicht nur eine Kommunikation ohne Kabel möglich ist, sondern bietet jetzt auch energieautarke Messgeräte an, deren Wartungsaufwand nochmals reduziert ist.

Der Bereich Analysentechnik bringt neue FT-IR- und FT-NIR-Geräte mit nach Frankfurt. Auch die aktuellsten Entwicklungen aus dem Bereich der kontinuierlichen Gasanalyse und der Prozessgas-Chromatographen werden ausgestellt. Damit die Kunden auch sicher sein können, dass ihre Analysengeräte immer die tatsächlich korrekten Werte anzeigen, bietet ABB erstmals und als weltweit einziger Dienstleister eine zertifizierte Kalibrierung in seinem akkreditierten Prüflabor an.

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